Für kommende Generationen erhalten

Sanierung der Volkmarser  Marienkirche geht weiter: Schiefereindeckung marode

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Die nächtlich beleuchtete Marienkirche in Volkmarsen lässt nicht vermuten, dass die Dachkonstruktion und die Schiefereindeckung erneuert werden müssen.  

Die katholische Stadtkirche Sankt Marien ist seit Monaten eine Großbaustelle und wird es auch noch im neuen Jahr bleiben. Der Verwaltungsrat der Kirchengemeinde hat jetzt eine Zwischenbilanz gezogen und dabei gleichzeitig weiteren Sanierungsbedarf am Schieferdach festgestellt.

Volkmarsen. „Die Fugensanierung am Kirchturm ist inzwischen abgeschlossen, so dass seit Anfang November die Turm-Stabilität wieder hergestellt ist“, berichtet Karl-Heinz Kollmann als stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates. Zusätzlich seien eine Reihe  dringender Reparaturen im Innern vorgenommen worden.

Dabei wurden die maroden Holztreppen und Leitern sowie die Schallluken am Glockenstuhl überarbeitet und teilweise erneuert. Auch war es notwendig die Balustrade im oberen Turmabschnitt durch ein Geländer zu erhöhen und Bleiverfugungen an Anschlussblechen an Dach und Gesims anzubringen.

Die strengen artenschutzrechtlichen Auflagen zum Schutz der Brutmöglichkeiten der Dohlen seien durchgängig beachtet und von den zuständigen Behörden und den Vertretern der Naturschutzgruppe vor Ort begleitet worden.Erfreulicherweise habe das Landesamt für Denkmalpflege die Kirchensanierung mit 100.000 Euro bezuschusst.

Gutachten soll  den Sanierungsbedarf klären

Im Frühjahr soll es nun mit dem nächsten Bauabschnitt weitergehen. Geplant sind die Erneuerung der Elektroinstallation im Turm. Gleichzeitig wird am Kirchenschiff mit der Mängelbeseitigung an den Fugen begonnen.

Die Bauabteilung des Bistum Fulda rate dringend dazu, zeitgleich die Dacheindeckung erneuern und Dachkonstruktion ausbessern zu lassen. Die Schieferplatten seien spröde und der Dachstuhl drücke die Außenwände aus dem Lot. Das Bistum habe der Kirchengemeinde erhebliche finanzielle Unterstützung zugesagt, so Kollmann weiter. 

Dennoch müsse die Kirchengemeinde noch einen Restbetrag durch Spenden aufbringen. Kollmann: „Bevor wir jedoch im Verwaltungsrat diesem Bauabschnitt zustimmen, werden wir die Details zur Ausführung wie Schieferart oder Vorgaben zur Holzreparatur gemäß Gutachten abwarten. Mit dem Architekten werden wir die bauliche Erfordernis, auch aus finanzieller Sicht, sehr sorgsam prüfen und beraten.“

Außerdem müssten wieder sämtliche Arbeiten im Vorfeld wiederum mit dem Landesamt für Denkmalschutz abgestimmt werden. Die Erhaltung der Pfarrkirche St. Marien sei für die Volkmarser von großer Bedeutung. Kollmann: „Dies schulden wir den nachfolgenden Generationen.“  

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