1. WLZ
  2. Waldeck
  3. Volkmarsen

Kerstin und Jochen Siebert aus Ehringen schaffen schmuckes Fachwerkhaus

Erstellt:

Kommentare

Bundespreis für Handwerk in Denkmalpflege übergeben. Von links: Gerwin Stein ( Propstei Johannesberg), Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Staatsministerin Angela Dorn, Sabrina Wölk (Handwerkerpreis Firma Siebert), die Preisträger Kerstin und Jochen Siebert, Daniel Manner und Juri Buss sowie Dr. Steffen Skudelny (Deutschen Stiftung Denkmalschutz). Im Hintergrund das preisgekrönte Haus in Balhorn.
Bundespreis für Handwerk in Denkmalpflege übergeben. Von links: Gerwin Stein ( Propstei Johannesberg), Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Staatsministerin Angela Dorn, Sabrina Wölk (Handwerkerpreis Firma Siebert), die Preisträger Kerstin und Jochen Siebert, Daniel Manner und Juri Buss sowie Dr. Steffen Skudelny (Deutschen Stiftung Denkmalschutz). Im Hintergrund das preisgekrönte Haus in Balhorn. © Paul Müller

Volkmarsen-Ehringen – Mit einem dritten Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege 2021 in Hessen wurden Kerstin und Jochen Siebert aus Ehringen geehrt.

Der Grund dafür steht in Bad Elmstal-Balhorn: Die beiden Eigentümer haben ihr Wohnstallhaus mit einem Team von Handwerkern in ein schmuckes Fachwerkjuwel „verwandelt“. Der Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks verliehen.

Vorbildliche Rettung

Für die vorbildliche Re ttung und Instandsetzung des Wohnstallhauses wurden Kerstin und Jochen Siebert ausgezeichnet. Dass die bereits denkmalerfahrenen Eigentümer das Potenzial des aus dem 18. Jahrhundert stammenden Denkmals trotz seines desolaten Zustands nach 40 Jahren Leerstand erkannt hätten, so die Begründung, habe ein ortstypisches Denkmal erhalten.

Mit einem erfahrenen Team an qualifizierten Handwerkern ist es nach Auffassung der Jury in Abstimmung mit dem Denkmalamt gelungen, „mit angemessenem Aufwand qualitätsvollen Wohnraum des 2l. Jahrhunderts zu schaffen, der schon vor Fertigstellung begeisterte Mieter gefunden hatte.“

Hand in Hand saniert

An der Preisverleihung nahmen neben Kerstin und Jochen Siebert für das Stuckateurhandwerk Sabrina Wölk (Siebert Stuck-Putz-Lehmbau Ehringen) , für das Tischlerhandwerk Daniel Manner (Holz-Wert, Ehringen) und Juri Buss (Parkett Meisterbetrieb Sommermorgen Ehringen).

Der Preis wird jährlich in zwei Bundesländern ausgelobt und ist mit jr 15 000 Euro dotiert. 2021 wurde er in Hessen und Schleswig-Holstein verliehen. Bewerben können sich private Bauherren, die in den vergangenen acht Jahren denkmalgeschützte Objekte von Handwerksbetrieben restaurieren ließen.

Denkmalschutz seit 1780

Vorschläge für den Preis können von Bauherren, Handwerkern, Architekten und Denkmalpflegern eingereicht werden. Für das Jahr 2022 sind Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt vorgesehen.

Bereits 1780 erließ Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel eine Denkmalschutzverordnung für Hessen. Auch das erste moderne Denkmalschutzgesetz, 1902 für Hessen-Darmstadt erlassen , hatte Vorbildcharakter. Heute ist Denkmalschutz in Artikel 62 der Verfassung des Landes Hessen verankert - und damit eine anerkannte große gesamtgesellschaftliche Aufgabe, wie die Preisjury feststellt.

60 000 Kulturdenkmäler in Hessen

Denkmale seien in Hessen ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil der Identifikation der Bürger mit ihrer Heimat. Die 60 000 Kulturdenkmale und die über 100 schützenswerten, großflächigen Ortskerne dokumentieren die reiche Geschichte und regionale Entwicklung der traditionsreichen Landschaften.

Bei der Bewahrung des historischen Erbes leisten die privaten Denkmaleigentümer, unterstützt von Handwerkern, Architekten, Denkmalpflegern und einer großen Zahl engagierter Vereine einen großartigen Beitrag, so die Juroren bei der Preisverleihung.  red

Auch interessant

Kommentare