Netcom-Kabel wird freigeschaltet

Schnelles Internet für Ehringen

Beim Infoabend in der Erpetalhalle standen sie Rede und Antwort: (von links) Christian Pötter, Ortsvorsteher Gottfried Henkelmann, Daniel Hecker und Bürgermeister Hartmut Linnekugel. Foto: Ute Germann-Gysen

Volkmarsen-Ehringen – Endlich wird auch Ehringen an schnelles Internet angeschlossen. Am 12. September werden die Glasfaserkabel der Netcom Kassel freigeschaltet. Bei der Info-Veranstaltung am Donnerstag war die Erpetalhalle voll besetzt.

Vorbei die Zeit, in der mit dem Handy telefonieren Glückssache und Datenstreaming undenkbar war im Tal der Erpe. „Nirgends wurde ich so oft aufs Internet angesprochen wie hier“, stellte Bürgermeister Hartmut Linnekugel erleichtert fest. Die Baufirma Weigand habe „top gearbeitet“.

So schnell geht's

Ortsvorsteher Gottfried Henkelmann verglich das Ereignis mit dem Weihnachtsfest: Das „Paket“ enthält eine Bandbreite von bis zu 50 Mbit/s, perspektivisch sogar bis zu 100 Mbit/s, je nach Standort. Die erreichbare Leistung hängt von der Länge der „letzten Meile“ ab, wie Referent Daniel Hecker von Netcom erklärte.

Dieses letzte Stück, vom Multifunktionsgehäuse (MFG) der Netcom bis zum Endgerät bleibt das Telekom-eigene Kupferkabel und da hängt die Übertragungsrate von der Streckenlänge ab. Die drei MFGs stehen, strategisch verteilt, jeweils an Straßenkreuzungen. Hier sind die Kupferkabel gekoppelt mit den Glasfaserleitungen, die mit der VDSL-Vermittlungsstelle verbunden sind und die schnelle Datenübertragung möglich machen.

Hier gibt es Auskunft

In der Fragerunde wurde auch der Neuanschluss an ein Gebäude behandelt: Hier muss man wegen der „letzten Meile“ weiterhin die „Bauherren-Hotline“ der Telekom zu Rate ziehen. Die Mitnahme der alten Telefonnummer sei problemlos möglich, dies werde beim Beratungstermin abgestimmt. Wer den Informationsabend verpasst hat, kann über https://www.netcom-kassel.de/privatkunden/ Kontakt aufnehmen oder deren Telefonnummer 0561/9202020 anrufen.

Initiatorin und Eigentümerin der Leitungen ist die Breitband Nordhessen GmbH, mit den fünf nordhessischen Landkreisen als Gesellschafter. Die Finanzierung des insgesamt 140 Millionen Euro teuren Projekts in der Region gelang mit der Förderung aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes“ (ELER). Netzbetreiber Netcom gehört der EAM und der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV). Als Anbieter mit kommunalem Hintergrund ist die Netcom in den schwach versorgten Regionen aktiv.

Nicht gleich kündigen

Hecker rät davon ab, laufende Telekommunikationsverträge selbst zu kündigen, weil die Kündigungsfristen der Altanbieter nicht unbedingt zusammenpassen mit dem Übergangszeitpunkt zu Netcom. Ein Interessenten-Formular wurde eingangs an die Ehringer verteilt, zur Vereinbarung von Beratungsterminen.   

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