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Sanierungsbedarf und starke Auslastung an Volkmarser Schulen

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Von: Armin Haß

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Die Kugelsburg-Schule Volkmarsen wird von 191 Jungen und Mädchen besucht.
Hoher Sanierungsbedarf: Die Kugelsburg-Schule Volkmarsen wird von 191 Jungen und Mädchen besucht. © Armin Haß

Die Grundschule Villa R ist auf über 240 Schüler angewachsen, die Kugelsburg-Schule bleibt beständig bei um die 190 Schüler von den fünften bis zu den zehnten Klassen. Das erklärten die Schulleiter in der Ausschusssitzung am Donnerstag.

Volkmarsen – Einmal im Jahr bekommen sie die Gelegenheit, über die Entwicklung zu berichten, wie der Vorsitzende des Familien-, Sport- und Ehrenamtsausschusses, Tobias Viesehon (CDU), erklärte. Schließlich gehe es auch darum, die Ziele der Stadtentwicklung anzupassen.

Integration fördern

An der Grundschule Villa R am Stadtbruch sind alle vier Jahrgänge nach Auskunft von Schulleiterin Sandra Gerlach dreizügig. Hinzu kommen zwei Intensivklassen, in denen Kinder von Migranten in Deutschstunden für den regulären Unterricht fit gemacht werden. Ukrainische Kinder sind in einer Klasse. Ferner werden 15 bis 20 Jungen und Mädchen aus der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in der Nebenstelle Mengeringhausen beschult.

Jedem Kind werde zum Zweck der Integration eine Stammklasse zugeordnet. Personell und räumlich sei dies noch gut zu bewältigen. Auch die Dreizügigkeit sei in Ordnung. Mehr Schüler dürften es aber nicht werden. Außer kleineren Seminarräumen gebe es keine Klassenzimmer.

Starke Nachfrage nach Betreuung

Die Ganztagsangebot werde von 90 Schülerinnen und Schüler angenommen, Tendenz steigend. Täglich bekommen 50 Kinder Mittagessen, das vom Bathildisheim geliefert und einer Küchenkraft zubereitet werde. Betreuung bei den Hausaufgaben, Arbeitsgemeinschaften und eine Ferienbetreuung in den ersten drei Wochen der Sommerferien runden das Angebot ab. Positiv sei die s Möglichkeit zur Nutzung des Freibads.

Mit 20 Lehrkräften könnten alle Unterrichtsstunden abgedeckt werden. Bustransport und Schulweg seien in Ordnung, Corona-Fälle seien momentan nicht bekannt, berichtete Schulleiterin Sandra Gerlach.

Davon profitiert Kugelsburg-Schule

Von der Dreizügigkeit der Grundschule profitiert die Kugelsburg-Schule Volkmarsen (Haupt- und Realschule), so ihr Leiter Hans-Georg Arens, auch wenn es eine starke Neigung zum Gymnasium gebe. Sandra Gerlach bezifferte den Anteil mit 60 Prozent der Abgänger.

Laut Schulentwicklungsplan pendelt sich die gesamte Zahl an der Kugelsburg-Schule auf rund 190 Jungen und Mädchen ein, wobei die tatsächlichen Zahlen 20 bis 40 Schüler über den laut Arens konservativ geschätzten Zahlen des Schulträgers liegen.

Gute Gründe für die Schule

Die positive Entwicklung liege nicht an der Migration, sondern sei das Ergebnis der guten Arbeit an der Haupt- und Realschule, die an 32 Terminen im vorigen Jahr Eltern und Schüler der vierten Klassen über das Angebot informiere. Das ist auch verbunden mit berufsorientierenden Exkursionen.

19 Lehrkräfte unterrichten in Volkmarsen, zwei Stellen fehlten noch.

Die Sanierung des 50 Jahre alten Schulgebäudes sei für das vergangene Jahr vom Landkreis anvisiert worden, doch wegen der corona-bedingten Verschiebungen warte die Schulgemeinde immer noch auf eine umfassende Erneuerung. Die Kosten seien vor ein paar Jahren mit 7,5 Millionen Euro beziffert worden. Das sei aber zu wenig.

Geräte für digitales Lernen angeschafft

Unterdessen sei von Seiten der Schule, unterstützt durch den Hausmeister Markus Tegethoff und den Förderverein, die Digitalisierung an der Schule vorangebracht worden und hätten die Lehrkräfte nun alle iPads, Bildschirme habe der Kreis nun geliefert.

Grundschule Villa R in Volkmarsen.
Grundschule Villa R in Volkmarsen. © Armin Haß

Die „große Lösung“ für die Digitalisierung sei für 2025 zugesagt worden. Bis zur Schule seien bereits Glasfaserkabel verlegt. Sinnvoll wäre indessen eine Koppelung mit der kompletten baulichen Sanierung.

Erstaunt gewesen ist Arens über die Anfrage zur Beschulung von Jugendlichen aus der Erstaufnahme in Mengeringhausen. Die Räumlichkeiten in Bad Arolsen reichten nicht aus, sei zur Begründung erklärt worden. „Wir helfen aber gerne“, sagte Arens.

Wer will kochen?

Zudem bekommen in einer Intensivklasse über zehn Kinder in 22 Wochenenstunden Deutschunterricht. Nach Möglichkeit sollten die durch Zuordnung zu einer Klasse beschult werden.

Gerne würde der Schulleiter im Zusammenhang mit Nachmittagsbetreuung und Hausaufgabenhilfe Mittagessen aus der Schulküche anbieten. Dazu wäre eine Wiederbelebung der früheren Koch-AG wünschenswert. Wer eine solche leiten woll, könne sich gerne bei der Schulleitung melden. (Armin Haß )

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