Stadtverordnetenvorsteher: „Der Schock sitzt immer noch tief.“

Schweigeminute für die Verletzten der Amokfahrt

Burkhard Scheele ist Stadtverordnetenvorsteher in Volkmarsen.
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Burkhard Scheele ist Stadtverordnetenvorsteher in Volkmarsen.

Mit einer Schweigeminute für die Verletzten der Amokfahrt vom Rosenmontag im vergangenen Jahr hat das Stadtparlament seine letzte Sitzung in der zu Ende gehenden Legislaturperiode eröffnet.

Volkmarsen - „Wer hätte gedacht, dass wir in Volkmarsen einmal eine Stadtverordnetensitzung an einem Veilchendienstag abhalten würden? Und wer hätte gedacht, dass unsere Stadt einmal an einem Rosenmontag einen so schweren Schlag durch einen Amokfahrer hätte hinnehmen müssen?“, fragte Stadtverordnetenvorsteher Burkhard Scheele sichtlich hilflos und immer noch betroffen.

Scheele weiter: „Die unfassbare Tat hat uns zutiefst getroffen. Der Schock sitzt immer noch tief. Ich hoffe, dass inzwischen alle Verletzten weitgehend genesen sind und zu ihrem vorherigen Leben zurückgefunden haben.“

Beeindruckt von bürgerschaftlichem Engagement

Der Stadtverordnetenvorsteher dankte allen Rettungskräften von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten, Kirchen, der Landesregierung und dem Ministerpräsidenten für ihre Hilfe. Unvergessen sei auch der beherzte Einsatz aller Ersthelfer, die unmittelbar nach der Tat beherzt geholfen hätten, um Verletzte zu versorgen.

Scheele würdigte auch dem Vorsitzenden der Karnevalsgesellschaft, Christian Diste, und dem Dreigestirn um Prinz Michael Salokat, die jäh aus dem seit langem vorbereiteten Fest gerissen wurden. Anerkennend äußerte sich Scheele zum Erfolg der Spendenaktion: „Es war gut zu sehen, zu wieviel bürgerschaftlichem Engagement und Solidarität und Mitbürger spontan bereit waren.

Online-Gottesdienst mit HR-Live-Stream

Schließlich verwies der Stadtverordnetenvorsteher auf die für den Jahrestag der Tat, den 24. Februar, geplanten Gedenkgottesdienst in der evangelischen Kirche. Dazu wird auch Ministerpräsident Volker Bouffier erwartet. Wegen der andauernden Corona-Beschränkungen können jedoch nur sehr wenige Personen an dem Gottesdienst vor Ort teilnehmen.

Es wird nur je einen Vertreter der Rettungsdienste, der Polizei und der Feuerwehr sowie einen Vertreter der Stadt in der Kirche geben. Und auch die große Gruppe der rund 150 Verletzten kann nur durch einen Vertreter repräsentiert werden. Dafür aber soll der Gottesdienst um 18 Uhr vom Hessischen Rundfunk live über hessenschau.de gestreamt werden. (Elmar Schulten)

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