Exkursion zur Wüstung Wittmar

Siedlung als Vorbild für die Stadt   Volkmarsen?

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Die Wittmarkapelle zwischen Volkmarsen und Welda. Hinter dem Waldstück links in der Nähe des so genannten Weißen Hauses existierte zwei Jahre eine Wittmar genannte Ringwallanlage, kurz vor der Gründung der Stadt Volkmarsen.

Volkmarsen. War es die Vorgängersiedlung vor Volkmarsen? Eine Exkursion zur Wüstung der frühen Stadtanlage Wittmar unter der Leitung des Bezirksarchäologen Dr. Klaus Sippel findet am Samstag, 28. April, von 14 bis 17 Uhr statt.

Sippel hat - wie berichtet - nachgewiesen, dass neben dem Gemarkungsstück Weißes Haus eine mittelalterliche Wallanlage nur wenige Jahre vor der Gründung der heutigen Stadt Volkmarsen gebaut worden war. 

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Treffpunkt für Ortskundige: Steigerhütte Am Schoren um 14 Uhr und um 14.30 Uhr am Weißen Haus im Wittmarwald. Treffpunkt für Ortunkundige: Marktplatz Volkmarsen um 13.30 Uhr Anfahrt mit Pkw über die Warburger Straße (beschildert). 

An der Erpebrücke (Nepomuk-Statue) rechts auf den asphaltierten Feldweg, dann an der zweiten Abzweigung links vom Raumberg bis zur Steigerhütte. Von dort Fußweg zum Weißen Haus. 

Die ersten Forschungen

Der frühere Stadtbauamtsleiter und Heimatforscher Vitus Engel machte schon vor vielen Jahren darauf aufmerksam, dass der Grundriss der Wallanlage im Wittmarwald fast identisch ist mit dem Plan der Volkmarser Altstadt. 

Für diese verblüffende Ähnlichkeit gab es jedoch bis vor kurzem keine Erklärung, Engel ging davon aus, dass es sich im Wittmarwald um eine frühmittelalterliche Fliehburg des Dorfes Wittmar handeln könnte. 

Nach Zerstörung neu gegründet

Der Bezirksarchäologe Dr. Klaus Sippel hat nach intensiver Forschungsarbeit eine andere Erklärung: Es muss sich um die Umwehrung einer Stadt aus dem Hochmittelalter handeln. Sippel geht davon aus, dass nach der Zerstörung der Stadt Landsberg zwischen Ehringen und Wolfhagen zunächst versucht wurde, im Wittmarwald eine neue Stadt zu gründen. 

Dieser Plan wurde aber wohl schon nach kurzer Zeit aufgegeben, gleichzeitig wird in einer Urkunde von 1233 erstmals die Stadt (oppidum) Volkmarsen genannt. 

Neue Forschungsergebnisse 

Sippel hat sich bereit erklärt, seine Forschungsergebnisse bei einer Exkursion vor Ort zu erläutern. Anmeldung werden erbeten beim Verein Rückblende Gegen das Vergessen in Volkmarsen, www.rueckblende-volkmarsen.de, oder Telefon: 05693/9914990. (r)

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