Dilldopp im Lied besungen

Siegerehrung im Wettbewerb „WLZ sucht Waldecks Wort“ in Ehringen 

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Immer ein Liedchen auf den Lippen: Der Arbeitskreis „Eiringer Platt“ begrüßte seine Gäste mit der umgedichteten Ehringen-Hymne.

Volkmarsen-Ehringen. Die Platt-Hochburg Waldecks liegt am Erpestrand. Unglaubliche 168 Seiten mit einigen tausend Wörtern hatte der Verein „Eiringer Platt“ im Rahmen der Aktion „WLZ sucht Waldecks Wort“ eingereicht.

Keine Frage, dass die Siegerurkunden nun in der Erpetalhalle überreicht wurden. Mit knapp über eintausend Einsendern und Wortvorschlägen in fünfstelliger Zahl sei es ein sehr erfolgreicher Wettbewerb gewesen, stellte WLZ-Redaktionsleiter Thomas Kobbe vor einer großen Runde „Platt“-Sprechern aus mehreren Generationen fest.

Mit den weiteren Jury-Kollegen Carl Anton Prinz zu Waldeck und Pyrmont, dem Vorsitzenden des Waldeckischen Geschichtsvereins, Heinrich Paul, Andreas Karl Böttcher als Leiter des plattdeutschen Arbeitskreises der Arolser Bezirksgruppe und Karl-Heinz Kahlhöfer-Köchling von der Bezirksgruppe Diemelsee hatte man sich schließlich auf den „Dilldopp“ als Waldecks Wort geeinigt.

Den Vorschlag eingereicht hatten auch Kathrin Hollstein Hamel von der MPS Adorf, Hildburg Koch aus Bad Wildungen, die aus Arolsen stammende Kathrin-Rika Freifrau von Hirschberg (heute Dresden) sowie die Meineringhäuser Mundartgruppe „Mie Meinerküser“ unter dem Vorsitz von Liselotte Schmidt.

Sie alle nahmen ihre Siegerurkunden entgegen, nicht ohne zuvor die Ehringen-Hymne der Gastgeber mit der augenzwinkernd eingebauten Zeile „Dilldopps sin Blagen mit Hummeln im Äs“ vernommen zu haben.

Vereinsvorsitzender Günter Henkelmann und Ortsvorsteher Gottfried Henkelmann bewiesen ihre Platt-Kenntnisse, indem sie Begrüßung und Vorstellung des Vereins komplett in der Dialektvariante vornahmen.

Und Erster Stadtrat Thomas Viesehon ließ es sich nicht nehmen, darauf hinzuweisen, dass die Jury einen mutigen Schritt gegangen sei, ausgerechnet das an der Grenze zum Landkreis Kassel liegende Ehringen zu Waldecks Platt-Hochburg zu küren.

Der Waldecker Einfluss ist eben doch präsent im Dorf an der Erpe, das neben seinem tausendjährigen Kirchenjubiläum und zehn Jahren Hochwasserschutz nun noch einen weiteren Grund zum Feiern hat. (sim)

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