Sanierung, Glasdach und Veranstaltungsfläche  

Das sind die Pläne für die Kugelsburg  

Der Sozial-, Integrations- und Bauausschuss besichtigte die Kugelsburg Volkmarsen. Foto: Armin Haß

Volkmarsen – Die über 800 Jahre alte Ruine der Kugelsburg soll als Wahrzeichen der Stadt erhalten und mit Investitionen von zunächst 823 000 Euro auch touristisch aufgewertet werden. Dafür sprach sich der Sozial-, Integrations- und Bauausschuss der Stadtverordnetenversammlung aus.

Bei Nieselregen erläuterte Architektin Brigitte Schade-Kleist den Ausschussmitgliedern das Ausbauprogramm, das als Grundlage für die Beantragung von Zuschüssen aus der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) dienen soll.

Pläne für 825-Jahr-Feier

Ziel ist es zunächst, für die 825-Jahr-Feier 2021 ein Servicegebäude mit Sanitäreinrichtungen und Lagerflächen zu errichten und die Planung der Sanierungsarbeiten und der Veranstaltungsfläche zu finanzieren. Erwartet werden für diesen ersten Schritt Kosten von schätzungsweise 243 000 Euro, wovon etwa 65 Prozent durch Zuschüsse gedeckt werden könnten. Die Burgruine wurde im 19. Jahrhundert von der Stadt Volkmarsen erworben.

Im kommenden Jahr könnte mit der Sanierung der bröckeligen Mauern des Wohn- und des Rundturms zur Sicherung des denkmalgeschützten Gebäudes begonnen werden. Dafür sind rund 370 000 Euro veranschlagt worden, einbezogen sind weitere Planungsmittel für die Veranstaltungsebene im Palas.

Glasdach und Sitzplätze

2022 würde nach dem Plan mit der Herrichtung des Palas für Veranstaltungen begonnen. Geplant ist nach den Worten der Architektin ein leicht geneigtes Glasdach, das sich in das Mauerwerk buchstäblich einfügt. Darunter können 50 bis 60 Sitzplätze und eine kleine Bühne geschaffen werden. Um Eingriffe in den Erdboden zu vermeiden, dies ist eine Forderung der Bodendenkmalpflege, würde der Sitzbereich auf Stützen mithilfe von Podesten terrassenartig angelegt.

Der Boden darf auch nicht eingeebnet werden. Entsprechend ist das Verlegen von Strom-, Wasser- und Kanalleitungen auch nicht erlaubt. Hier müssen überirdisch entsprechende Leitungen verlegt werden - wenn dies gewünscht würde.

Noch keine Details

Im vorliegenden Konzept, so betonte Bürgermeister Hartmut Linnekugel, geht es noch nicht um die letzten Details.

In einem zweiten Bauabschnitt würden ab 2022 weitere Sanierungsarbeiten ausgeführt. Dazu soll ein Konzept erstellt werden. 50 000 Euro bekommt die Stadtverwaltung dafür bewilligt, wenn auch die Stadtverordnetenversammlung zustimmt.. Ein Entwurf soll noch in diesem Jahr zur Beratung vorgelegt werden.

Zuschüsse erwartet

Für die Sanierung der Burg werden auch Mittel aus einem Sonderprogramm für den Denkmalschutz erwartet. Grundlage für das vorliegende Konzept ist eine Machbarkeitsstudie. Bürger und Vereine sind zudem in die Planungen einbezogen worden.

In einer Bürgerversammlung Anfang Dezember 2019 wurden die Veranstaltungsfläche und das Servicegebäude favorisiert. Ferner wurden eine bessere Beschilderung für Autofahrer, die Sanierung, die Aufwertung des Eselsweges, die Befestigung des Parkplatzes, ein Leitsystem., eine Spielbereich für Kinder, eine Ladestation für Elektromobile, eine Beleuchtung und eine Verbesserung der Wege auf dem Burggelände gefordert.

Veranstaltungen auf der Burg

Unterschiedliche Veranstalter nutzen das Burggelände, zudem ist das Restaurant ein beliebter Anlaufpunkt für Gäste und finden die verschiedenste private Veranstaltungen statt.

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