Hassia-Club für Windhunde empfängt 150 Züchter aus ganz Deutschland, Belgien und den Niederlanden

So schön und ungestüm jagen die Windhunde bei Neu-Berich dem falschen Hasen nach

Julia und Johanna Sieger aus Ellerhoop mit ihren Pharaonenhündinnen Merly und Turner. - Der Hassia-Club für Windhunde hat im alten Steinbruch  zwischen Neu-Berich und Lütersheim eine Ausstellung für rund 150 Windhunde aus ganz Deutschland, Holland und Belgien veranstaltet. 

Volkmarsen. Schönheit ist nicht alles. Es kommt auch auf die Leistung an. Deshalb bietet der Hassia-Club für Windhunde an diesem Wochenende (7. und 8. April) neben einem Schönheitswettbewerb für windhundartige Rassen aus den Regionen Andalusiens, Maltas, Siziliens, der Kanaren und Balearen, Portugal und Griechenland auch ein Coursing-Rennen an.

Start für das Rennen des Hassia-Clubs ist am Sonntag, 8. April, um 9 Uhr auf einer Wiese bei Neu-Berich, nicht weit vom alten Volkmarser Sandbruch. Gegen 13 Uhr beginnt der zweite Durchlauf. Die Hetzjagd querfeldein gilt als Lieblingsbeschäftigung der Windhunde. 

Im freien Gelände ist ein Parcours aufgebaut, bei dem ein falscher Hase an einem Seil über Umlenkrollen einen 800 Meter langen Zick-Zack-Kurs absolviert. Jeweils zwei Hunde treten bei dem Rennen unter den strengen Augen erfahrener Wertungsrichter gegeneinander an. Bewertet werden Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Kondition. 

Vor und nach dem Rennen werden alle Hunde bei einem Tierarzt vorgestellt, der über den Gesundheitszustand der Tiere wacht. Fell und Ohren, Herzschlag und die langen Beine werden dabei besonders begutachtet.

Das Coursing-Rennen war aber nur zweite Teil einer zweitägigen Prüfung, bei der zunächst die Schönheit der Tiere im Vordergrund stand. Unter strahlend blauem Himmel präsentierten rund 150 Hundefreunde aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Belgien und den Niederlanden ihre Lieblinge. 

Wer entscheidet über Schönheit?

Vor allem die belgischen und niederländischen Züchter waren teilweise schon am Mittwoch mit ihren Wohnmobilen angereist und genossen im idyllisch gelegen Steinbruch ein paar schöne Tage mit ihren Hunden. 

Als am Sonnabend der Wettbewerb begann, verwandelte sich das Gelände in einen Jahrmarkt der vierbeinigen Eitelkeit. An Marktständen gab es allerlei Zubehör für die Schönheit: Kämme und Bürsten, Halsbänder und Leinen, die die edle Schönheit der athletischen und edlen Läufer besonders hervorheben.

 In drei Wertungsringen vergaben die internationalen Zuchtschaurichter Schönheit, Anatomie und Bewegung der edlen Vierbeiner. am Ende gab es Urkunden für jeden Hund und Ehrenpreise für die Besten in ihren jeweiligen Klassen und Rassen. Dabei reichte das Spektrum von der Babyklasse bis zur Veteranenklasse. 

Am Renen teilnehmen durften aber nur die großen Rassen ab 18 Monaten und die kleinen Rasen ab 15 Monaten. Vergeben wurden außerdem Anwartschaften zur Teilnahme an bundesweiten Schönheits-Championaten. 

Nur Hunde, die über mehrere Jahre verteilt mindestens vier Anwartschaften sammeln können, erhalten auch die Zulassung zum Deutschen Schönheits-Championat.

Interessierte Zuschauer sind auch am Sonntag noch beim Coursing-Rennen im Dreieck zwischen Neu-Berich und Lütersheim willkommen. Der Eintritt ist frei.

Bildergalerie von der Windhundeschau im Alten Steinbruch bei Neu-Berich

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