Diskussion im Stadtparlament

Soll Volkmarsen Elektrotankstellen subventionieren?

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Diese Elektrozapfsäule wurde schon vor Jahren vor dem Wolfhager Rathaus aufgestellt. Ähnliches will die SPD-Fraktion auch für Volkmarsen.

Volkmarsen. Auf Antrag der SPD-Fraktion hat der Magistrat Möglichkeiten geprüft, eine Ladestation für Elektrofahrzeuge nach Volkmarsen zu holen.

 Ergebnis: Es gibt derzeit weder fertige Konzepte noch Finanzierungsmöglichkeiten für derartige Ladestationen in einer Kleinstadt wie Volkmarsen. Moderne Schnellladestationen kosteten mindestens 15 000 Euro.

Das Vermarktungskonzept des regionalen Versorgers EWF befinde sich gerade in einem strategischen Wandel. Außerdem gebe es aktuelle nur zwei Elektrofahrzeuge, gab Bürgermeister Hartmut Linnekugel zu bedenken.

Deshalb schlägt der Magistrat vor, das Ansinnen derzeit nicht weiter zu verfolgen und stattdessen die weiteren Entwicklungen abzuwarten. „Das ist für mich ein Aufreger“, schimpfte der FDP-Stadtverordnete Thomas Neutze.

Die Ladestation sei doch nicht nur für Volkmarser Fahrzeuge. Man wolle doch die Leute in die Stadt holen. Das müsse der Stadt doch 10 000 oder 15 000 Euro wert sein. FWG-Sprecher Klaus Teppe ergänzte, Elektrofahrzeugen gehöre die Zukunft.

Und SPD-Fraktionssprecherin Christel Keim empörte sich, der Beschlussvorschlag des Magistrates sei irrational.

Der AfD-Stadtverordnete Hakola Dippel zeigte Verständnis für die Zurückhaltung des Magistrates. Das Konzept der öffentlichen Ladestationen funktioniere nur mit öffentlichen Zuschüssen und beinhalte die ungerechte Verteilung von Strom.

Elektrofahrzeuge seien die Zukunft, bestätigte auch der CDU-Stadtverordnete Martin Schmand: „Die kommen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.“

Aber es sei nunmal nicht zu bestreiten, dass die Technik noch unfertig sei. Arno Walprecht von der Unabhängigen Liste beklagte den aus seiner Sicht viel zu langsamen Ausbau der erneuerbaren Energien.

Die Stadt Volkmarsen solle beim EWF nachverhandeln, denn die Umstellung der Straßenbeleuchtung werde viel zu teuer bezahlt. Der SPD-Stadtverordnete Arnold Kalhöfer regte an, auch über Ladestationen für Elektrofahrräder nachzudenken: „Die gehören auf den Marktplatz, damit auch Besucher der Eisdiele ihre Akkus aufladen können.“

Das Thema wird am  Dienstag, 27. Februar,  um 20 Uhr bei der öffentlichen Sitzung des Stadtparlamentes beraten. Weitere Themen auf der Tagesordnung sind der Bau eines Wohnmobilstellplatzes unterhalb der Kugelsburg und die Umsiedlung eines Gartenbaubetriebes innerhalb von Külte.

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