Ernstfall geprobt

Spektakuläre Übung: "Explosion" in Ehringen ruft 80 Einsatzkräfte auf den Plan 

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Realitätsnahe Ausbildung der Retter und Feuerwehren am 29. März in Ehringen.

Volkmarsen-Ehringen. Gott sei Dank, alles war nur eine Übung: Alarmiert wurden die Wehren am Donnerstagabend, weil eine Explosion in einem Einfamilienhaus in der Unterstraße die Stille zerrissen hatte. 

Rauchschwaden drangen aus dem Haus, eine schwerverletzte Person lag auf dem Vorplatz und wurde von einem ebenfalls verletzten Familienangehörigen reanimiert. Vorausgegangen war eine Geburtstagsfeier im Keller des Hauses.

Dieses Bild bot sich den Wehren aus Ehringen, Lütersheim, Viesebeck und Volkmarsen, sowie den Rettungskräften des DRK, die mit sieben RTWs in Ehringen eintrafen, nachdem die Leitstelle um 18.04 Uhr, den Alarm ausführte. Insgesamt 80 Einsatzkräfte waren an den Rettungs- und Löschaktionen in Ehringen beteiligt. 

Ausgearbeitet hatten die Übungsanlage die Wehrführer, die gemeinsam kreisübergreifend für den Ernstfall üben konnten. Nur wenige Personen waren von der Übung in Kenntnis gesetzt worden.

Unter der Einsatzleitung von Manuel Henkelmann rückten die Wehren in die Gartenstraße aus. Bei Eintreffen der Brandschützer wurde zügig eine Löschwasserversorgung über einen Hydranten aufgebaut. Mehrere Trupps ließ Henkelmann mit Atemschutz ausrüsten und erkundigte sich vor Ort über die Lage. Hier wurde ihm mitgeteilt, dass sich mindestens acht Personen im Haus befinden, die mehr oder weniger schwere Verletzungen aufwiesen, darunter auch Verbrennungen.

Unter Atemschutz und gegenseitiger Sicherung drangen mehrere Trupps in das Gebäude ein und wurden im Keller fündig. Nachdem insgesamt acht Personen aus dem Haus gerettet werden konnten, wurden mit Hochdruck Löschaktionen durchgeführt und das gesamte Haus durchsucht. 

Wie wichtig diese Entscheidung war, konnte man daran erkennen, dass weitere Personen im ersten Stock Zuflucht vor dem Feuer gesucht hatten - auch im angrenzenden Nebengebäude wurden die Freiwilligen fündig, sodass insgesamt 13 Personen zur Verletztenablage getragen wurden.

Etwa 20 Mitarbeiter des DKR nahmen den Brandschützern die verletzten Personen ab, führten die Erstversorgung durch und sorgten im Nachgang für den Abtransport zum Behandlungsplatz. Um die Übung so realitätsnah wie möglich zu gestalten, wurde eigens ein Team für Notfalldarstellungen engagiert. So wussten die Retter, welche Verletzungen zu behandeln waren.

Der Volkmarser Bürgermeister Hartmut Linnekugel war auch vor Ort um sich ein Bild von der Einsatzfähigkeit der Wehren und Retter zu machen. Übungsende war um 19.45 Uhr. (112-magazin)

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