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Stadt Volkmarsen baut neuen Kindergarten für 3,2 Millionen Euro

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Von: Elmar Schulten

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Eine Gruppe von Männern und eine Frau stehen auf der Baustelle des neuen Volkmarser Kindergartens an der Kasseler Straße.
Baubeginn für den neuen Volkmarser Kindergarten an der Kasseler Straße. Darüber freuen sich Bürgermeister Hartmut Linnekugel und sein Rathaus-Team, Architektin Brigitte Schade-Kleist und die Leute vom Bau sowie Pfarrer Christian Rehkate vom Zweckverband der evangelischen Kindertagesstätten. © Elmar Schulten

Nach intensiver Planung und langen Debatten im Stadtparlament ist jetzt mit dem Neubau des städtischen Kindergartens auf dem Gelände von Haus Dr. Bock an der Kasseler Straße begonnen worden.

Volkmarsen - Bürgermeister Hartmut Linnekugel berichtete bei einem Baustellentermin, dass das rund 4500 Quadratmeter große Grundstück von der Nachbargemeinde Breuna per Erbpacht auf über 50 Jahren erworben wurde.

Der bisherige städtische Kindergarten befindet sich auf einem Nachbargrundstück, ist aber über die Jahre zu klein geworden, auch weil die pädagogischen und räumlichen Anforderungen an einen Kindergarten gestiegen seien.

Platz für fünf Kindergruppen

So hätten sich die städtischen Gremien zu einem gut 1000 Quadratmeter großen Neubau für fünf Kindergruppen entscheiden. Damit könnten auf absehbare Zeit alle Betreuungsansprüche der Volkmarser Kinder erfüllt werden.

Die Kosten wurden von der planenden Architektin Brigitte Schade-Kleist auf 3,25 Millionen Euro errechnet. Knapp 1,1 Millionen Euro steuert das Land Hessen bei. 644.000 Euro kommen vom Landkreis.

Energiesparende Bauweise

Der ebenfalls beantragte Zuschuss für Klimaschutzinvestitionen wurde nicht gewährt. „Und dafür haben wir Unmengen von Formularen ausgefüllt und immer neue Nachfragen beantwortet“, beklagen Bürgermeister Linnekugel und Architektin Schade-Kleist unisono.

Man habe aber mit einem solchen Ergebnis auch schon gerechnet und daher diesen Zuschuss zu keinem Zeitpunkt mit in die Finanzierung einbezogen.

Dennoch erfülle der neue Kindergarten den KfW40-Standard. Das bedeutete, der Energiebedarf liegt bei 40 Prozent konventioneller Gebäude. Dazu trägt zum Beispiel auch der 40 Zentimeter dicker Schotter aus recyceltem Glas bei, der unter der Bodenplatte eingebaut wird.

Fertigstellung bis Ende 2023

Auch aus Sicht von Pfarrer Christian Rehkate, der den Zweckverband evangelischer Kindertagesstätten den Träger vertritt, wird der Neubau mit seinem großen Raumangebot zukunftsfähig angelegt: „Wir haben Platz für die Regelkinder und für die Krippenkinder. Es gibt große Spielflächen, eine Küche, einen Vorratsraum, einen Sozialraum für die Erzieherinnen. Vieles davon gab es früher nicht.“ und sehr schön ist auch, dass alles ebenirdig angelegt ist und damit barrierefrei.“

Als voraussichtlichen Fertigstellungstermin nennt die Architektin Ende 2023. (Elmar Schulten)

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