Unscheinbare Gartenhütte ist Zeugnis für jüdische Wohnkultur in Volkmarsen

Ab in den Hessenpark

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Die Volkmarser Gartenhütte, in der die jüdische Familie Nassauer einst das  Laubhüttenfest feierte, könnte demnächst im Hessenpark neu aufgebaut werden.

Volkmarsen.  Restauratoren vom Hessenpark Neu-Anspach haben eine historische Gartenhütte aus dem Vorgarten des Hauses Steinweg 13 abgebaut und für einen künftigen Wiederaufbau gesichert.

Auf den ersten Blick wirkte die Hütte wie eine Holz-Pergola-Konstruktion aus dem Baumarkt, doch alte Volkmarser wissen es besser: Die Gartenhütte gehörte dem jüdischen Viehhändler Nassauer, der hier bis zu seinem Tod 1935 mit seiner Familie jedes Jahr das jüdische Laubhüttenfest feierte.

Die Gartenhütte ist handwerklich sauber aus Nadelholz gearbeitet. Besonders die gut erhaltenen Zapfen, die zur Verbindung der Hölzer handgeschnitzt wurden, lassen die Konstruktion aus Sicht der Hessenpark-Restauratorin Heike Notz erhaltenswert erscheinen.

m Hessenpark gibt es bereits zwei dörfliche Synagogen als Beispiel jüdischer Wohnkultur in Hessen. In diesem Kontext könnte die Hütte in der Nähe eines Wohnhauses aufgestellt werden.

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