Verschärfte wasserrechtliche Auflagen im Überschwemmungsgebiet der Twiste

Volkmarser B-Platz am Stadtbruch muss Bolzplatz bleiben

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Kaum besser als ein Bolzplatz: Der sogenannte B-Platz am Stadtbruch Volkmarsen war Ziel eines Ortstermins für Kommunalpolitiker: Anlass war der FWG-Vorschlag, hier einen Kunstrasenplatz anzulegen.  

Wie lässt sich der so genannte B-Platz am Stadtbruch besser nutzbar machen? Mit dieser Frage hatte sich die FWG-Fraktion an den Magistrat gewandt und wurden am Ende enttäuscht.

Volkmarsen.  Bei einem Ortstermin machten sich die Mitglieder des Aussschusses für Soziales, Integration und Bauen ein Bild von dem dauerfeuchten Platz, auf dem trotz Drainage kein anständiger Rasen gedeihen will.

Dabei wäre der Sportplatz eigentlich ideal für den Schulsport der angrenzenden Grundschule Villa R, für das Training des Fußballvereins VfR, der gleich nebenan die Nordhessenkampfbahn unterhält und auch für den Turnverein mit seinen Faustballmannschaften und Leichtathleten.

Verschärfte wasserrechtliche Auflagen

Vor rund 25 Jahren wurde auf dem Sportplatz der Boden ausgetauscht und eine Drainage eingebaut. Inzwischen aber tauge der Platz trotz der Flutlichtanlage eigentlich nur noch als Bolzplatz, waren sich Vertreter der beiden großen Sportvereine und die Ausschussmitglieder einig. Alle hatten gehofft, man könne den B-Platz für einen Betrag von 500.000 Euro wieder bespielbar machen und könne dafür eine großzügig Landesförderung erwarten.

Diese Hoffnungen musste Bürgermeister Hartmut Linnekugel jedoch bremsen: Die wasserrechtlichen Vorschriften seien in den vergangenen Jahren immer mehr verschärft worden. Inzwischen gelte dieses Gelände am Stadtbruch als Abfluss- und Überschwemmungsgebiet für die Twiste. Hier dürfe nichts mehr gebaut oder verändert werden.

Keine Chance auf Kunstrasenplatz

Was die Zuschusslage betreffe, gebe es ebenfalls klare Anweisungen aus Wiesbaden: Kunstrasenplätze und Sportzentren würden nur noch in Mittelzentren gefördert. Insofern habe Bad Arolsen gute Chancen, einen Kunstrasenplatz zu bekommen, Volkmarsen aber definitiv nicht.

Sichtlich enttäuscht äußerte sich AfD-Sprecher Thorsten Huntzinger: „Wir sind erschrocken über diese Auskunft, dass es keine Landeszuschüsse für Sportstätten mehr geben soll. Gilt denn das Staatsziel Sportförderung nur noch in Mittelzentren?“

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