Touristische Angebote zusammen besser nutzen

Volkmarser Burgruine als Attraktion aufpeppen

Besucherattraktion Kugelsburg: Sie ist unter anderem Ziel von Ausfahrten der Motorradfreunde MF Phönix und Platz für die jüngste Bikerfete. Foto: Elmar Schulten

 Volkmarsen. Die Kugelsburg, Wahrzeichen von Volkmarsen, soll saniert und als touristische Attraktion weiter aufgewertet werden. Das Potenzial wird durch den Bau eines Wohnmobilplatzes gesteigert.

In einer Machbarkeitsstudie wird nach den Worten von Bürgermeister Hartmut Linnekugel bis 2019 geklärt, wie welche Pläne finanziert werden. Dann soll entschieden werden. Bei der Bürgerversammlung am Mittwoch stellten Bernd Wecker und Stefanie Koch vom Büro Bioline die Möglichkeiten vor, die touristischen Maßnahmen über das noch bis 2020 für Nordwaldeck laufende LEADER-Programm der EU für ländliche Regionen zu finanzieren.

Das können Bürger tun

Die mit Kosten von voraussichtlich 360 000 Euro zu Buche stehende Sanierung wäre primär Sache der Denkmalpflege, also nicht über LEADER finanzierbar, betonten sie.

In den nächsten Tagen will die Stadt auf ihrer Homepage www.volkmarsen.de den Bürgern Gelegenheit bieten, die bisherigen Planungen zu studieren und selbst Vorschläge zur Sanierung und attraktiveren Gestaltung zu liefern.

Bei der Bürgerversammlung wurden aus den Reihen der Volkmarser angeregt, eine überdachte Veranstaltungsfläche zu schaffen, um Konzerte und ähnliches auszurichten und Einnahmen für die Kugelsburg erzielen zu können. Die bisherigen Veranstaltungen, wie Folk-Konzerte, Ritter-Spiele oder Motorradfahrertreffen, hätten gezeigt, wie attraktiv die Burg sei.

Weitere Ideen gefragt

Genau solche Anregungen sollen laut Stadtverordnetenvorsteher Burkhard Scheele für die geplante Machbarkeitsstudie untersucht und werden.

"Bringen sie ihre Ideen für die attraktivere Gestaltung der Kugelsburg ein!“, erklärte Stadtverordnetenvorsteher Burkhard Scheele bei der Bürgerversammlung. Das Büro Bioline hat für einen Förderantrag im Rahmen des EU-Programms LEADER folgende Vorhaben aufgelistet: das Befestigen und Beleuchten des Eselsweges für Radfahrer und Wanderer, die Vergrößerung des Parkplatzes, ein Leitsystem für Radfahrer, Wanderer und Autofahrer und das Einbinden in vorhandene Radwegnetze. Bürgermeister Hartmut Linnekugel verwies auf die Bemühungen des Landkreises um eine „Grenztrail“ -Route mit 500 bis 600 Kilometern Radwegen. 

Was ist finanzierbar?

Bioline regt an, eine Fläche für größere Konzerte und andere Veranstaltungen zu schaffen und eine E-Ladestation für Radfahrer zu installieren. Mit dem Restaurant auf der Burg, dem Burgschwimmbad und demnächst dem Wohnmobilplatz bestünden jetzt schon Attraktionen für Besucher. 

Aufgegriffen wurden Vorschläge für eine Überdachung des Burghofes, eine bessere Begehbarkeit von Rundturm und Hexenkeller, den Ausbau des Feldwegs Hünewiesen oder der Erpebrücke. Ob diese Anregungen verwirklicht werden können, müsste geklärt werden. Die Sanierung würden den Rahmen sprengen. 

Nach einer Initiative der CDU haben die Stadtverordneten im Juni beschlossen, ein Nutzungskonzept zu erstellen und die Finanzierungsmöglichkeiten für die Sanierung zu prüfen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare