Feierstunde am Platz der gegenseitigen Achtung

Volkmarser Gedenken an verschleppte Mitbürger

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Gedenken in Volkmarsen am Platz der gegenseitigen Achtung: In der Mauer fehlen Steine als Symbole für die in die Vernichtungslager verschleppten Volkmarser Mitbürger jüdischen Glaubens. 

Der Verein Rückblende gegen das Vergessen hat am Holocaust-Gedenktag Anfang der Woche eine Gedenkveranstaltung am Platz der gegenseitigen Achtung ausgerichtet.

Volkmarsen.  Bei leichtem Regen versammelten sich rund 40 Volkmarser am ehemaligen jüdischen Friedhof, darunter auch Vertreter beider Kirchengemeinden, sowie Bürgermeister Hartmut Linnekugel und weitere Kommunalpolitiker. Im Verlauf der Veranstaltung wurden die Namen der jüdischen Volkmarser Mitbürger, die von Nationalsozialisten in die Vernichtungs- und Konzentrationslager verschleppt wurden, verlesen.

Die Gedenkmauer am jüdischen Friedhof in Volkmarsen wurde mit vielen Kerzen erleuchtet, die symbolisch Licht in die Dunkelheit des Vergessens brachten. Abschließend wurde vom Vorstand der Rückblende aus der Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, gehalten in Yad Vashem, zitiert: „Ich wünschte, sagen zu können: 

Wir Deutsche haben für immer aus der Geschichte gelernt. Aber das kann ich nicht sagen, wenn Hass und Hetze sich ausbreiten.... Natürlich: Unsere Zeit ist nicht dieselbe Zeit. Es sind nicht dieselben Worte. Es sind nicht dieselben Täter, aber es ist dasselbe Böse. Und es bleibt die eine Antwort: Nie wieder! Niemals wieder! Deshalb darf es keinen Schlussstrich unter das Erinnern geben.“  red

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