Ne, ne! - Nur kein Schnee

Volkmarser Narren legen sich am Rosenmontag voll ins Zeug

Abgestürzt: Die Feuerwehr musste einen Storch retten

Volkemissen. Völlig unbeeindruckt von den Wetterkapriolen haben die Volkmarser Narren am Rosenmontag den Höhepunkt ihrer närrischen Session gefeiert. Und sie wurden belohnt: Der Festzug blieb trocken. Zeitweise schien sogar die Sonne.

Mit lauten Schurri-Rufen bedankte sich das gut gelaunte Publikum für pfiffig gestaltete Festwagen und aufwendig genähte Kostüme der Festzuggruppen und Vereine.

„Wir bauen eine neue Bundesregierung“ lautete das Motto der Kugelsburger, die mit einem Nachbau des Brandenburger Tores durch die Stadt zogen. Ihre Botschaft: Egal, ob Flughafen oder Regierung: Was die in Berlin nicht schaffen, kriegen wir in Nordhessen spielend hin.

Die nicht mehr ganz so junge Landjugend stellte dazu lachend fest: „Nicht jeder, der aus dem Rahmen fällt, war vorher gut im Bilde.“

„Rock me Amadeus“: Sie erinnern an den Sänger Falco.

Die Junglandwirte um Thomas Henze griffen mit ihrem Festwagen die Geschichte des Storchenpaares auf, das beim Liebesspiel auf dem alten Schornstein der Ziegelei einen peinlichen Absturz erlebte. Sogar die Bildzeitung beichtete damals über den Storch, der im Rausch der Lüste 30 Meter tief stürzte und von der Volkmarser Feuerwehr gerettet werden musste.

Als lustige Emojis zogen die FKK-Narren vom Freien Karnevalskreis durch die Stadt.

Die Unos hatten sich als Mary-Poppins-Truppe verkleidet und die Twistejecken gaben sich vor der Kulisse der Kugelsburg den Volkmarser Ritterschlag.

Die Gruppe „Fun Factory“ träumte davon, einmal als Super-Mario und Luigi durchs Computerspiel zu huschen und die „Happy Family“ hatte eine Hommage an Sänger Falco vorbereitet: „Rock me Amadeus“ vor dem Wiener Prater.

Närrische Grüße aus den Nachbarstädten überbrachte das Wrexer Prinzenpaar mit seinem Team von Superhelden, die Karnevalisten aus Zierenberg und aus Welda die Kolpingjugend angerollt.

An das Jubiläum „70 Jahre Augsburger Puppenkiste“ erinnerte die Gruppe „Die wilde 13“ mit ihrem Nachbau der Lokomotive Lukas. Auf dem Weg nach Lummerland grüßte Jim Knopf. Und noch eine Anleihe bei einem Fernsehstar nahm die Gruppe „Schurri-Raketen“: In Schafsfelle gehüllt grüßte die Gruppe mit rund 50 Kindern und Erwachsenen als „Shaun, das Schaf“ samt Schäfer und Hütehund.

Als Cowboys verkleidet erinnerte die große KJG-Gruppe an den Film „Spiel mir das Lied vom Tod, der vor 50 Jahren in die Kinos kam.

Eindrücke vom Rosenmontag in Volkmarsen vermitteln diese beiden Bildergalerien: Bildergalerie 1 und Bildergalerie 2

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