Thomas Gottschalk alias Gerrit Vahle als Ko-Moderator gewinnt die Saalwette

Volkmarser Prunksitzung endet mit Heiratsantrag auf offener Bühne

Saalwette mit Walzer und Macarena bei der Prunksitzung der Volkmarser Karnevalsgesellschaft 2020. Foto: Elmar Schulten
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Saalwette mit Walzer und Macarena beim Finale der  Prunksitzung der Volkmarser Karnevalsgesellschaft.

Mit einem fernsehreifen Programm hat die Volkmarser Karnevalsgesellschaft am Wochenende den närrischen Vogel abgeschossen. Erstmals war Thomas Gottschalk alias Gerrit Vahle als Ko-Moderator im Einsatz und prompt wurde (wie früher bei „Wetten, dass“) kräftig überzogen.

Volkmarsen. Dafür aber kam das gut gelaunte Publikum in den Genuss eines Hochzeitsantrags auf offener Bühne. Elferrat Frank Michels bat seine Kathi auf Knien, und das nicht nur, um die Saalwette zu gewinnen. Schließlich ist Karneval in Volkmarsen „Herzenssache“, wie das diesjährige Motto bekräftigt.

Zu Beginn der Sitzung war nämlich gewettet worden, dass es die Volkmarser Narren nicht schaffen würden, fünf Paare, die in diesem Jahr heiraten, zum Walzer auf die Bühne zu bringen. Mit dem spontanen Heiratsantrag wurde die Wette erfüllt und der Elferrat musste Macarena tanzen. Damit die steifen Herren beim Finale kurz nach eins so richtig in Wallung gerieten, sprang Prinzessin Ilona Schmand spontan als Vortänzerin ein.

Wohlgesetzte Worte mit spitzer Zunge vorgetragen

Der Abend wurde auch deshalb zum Erlebnis, weil die vielen Freunde des Dreigestirns, durchweg treue Fans der VfR Volkmarsen in humorvollen Beiträgen Anekdoten vortrugen, Sketche und Tänze aufführten.

Zu Tränen gerührt verfolgte Prinzessin Ilona die Inszenierung von „Dinner for One“. Den Diener spielte ihre Tante Anna Wellershaus, die mit Erika Deutsch vor 23 Jahren beim Cäcilia-Ball versprochen hatte, den Sketch zu wiederholen, wenn Ilona einst Prinzessin wäre.

Gerrit Vahle alias Thomas Gottschalk begrüßt als Moderator der Prunksitzung Bürgermeister Hartmut Linnekugel

Echte Knaller waren diesmal die Büttenreden, die Protokoller Peter Kohaupt und die evangelische Pfarrerin Britta Holk mit wohlgesetzten Worten und spitzer Zunge vortrugen.

Dabei ging der Protokoller sowohl auf den empfindlichen neuen Sportboden in der Nordhessenhalle ein, der nun regelmäßig für viel Geld von einer Spezialfirma für Festveranstaltungen abgeklebt werden muss, als auch auf die große Politik: „Lieber ne Kanzlerin, die hin und wieder zittert, als ein Präsident, der ständig twittert.“

Karrieresprung  vom Prinz zum König angepeilt

Pfarrerin Britta Holk machte sich über den Wettbewerb im Bestatter-Gewerbe lustig und wunderte sich, wie der große Weihnachtsbaum, der von einem evangelischen Schäfchen der evangelischen Kirche vermacht worden war, am Ende in der katholischen Kirche landen konnte. Aber die evangelischen Christen würden ihren katholischen Glaubensbrüder auch gerne personell aushelfen und verwies auf den Vorsitzenden der KjG.

Ihren ersten Bühnenauftritt hatte Rita Heinemann. Die Frau des Adjutanten war gerade erst von einem Wanderurlaub zurückgekehrt, als ihr Göttergatte ihr eröffnete, dass er seinem Freund Michael Salokat zugesagt hatte, an seiner Seite den Posten des Adjutanten zu übernehmen. Als Wanderin gewährte Rita Heinemann nun dem Publikum tiefe Einblicke in ihre Gefühlswelt. 

Die evangelische Pfarrerin Britta Holk als Büttenrednerin mit spitzer Zunge in der Eulenbütt der Volkmarser Karnevalsgesellschaft.

Als Engelchen und Teufelchen beleuchteten Andrea und Klaus Schmand die Ereignisse aus ihrer Sicht und orakelten, welches Mitglied des großen Schmand-Clans, denn wohl im nächsten Jahr zum Dreigestirn gehören könnte.

Einen erfolgreichen Karrieresprung vom Karnevalsprinzen zum Schützenkönig hat 2013 Joachim Rest geschafft. Ähnliche Ambitionen bescheinigte der VfR-Vereinskamerad nun auch Prinz Michael Salokat. Immerhin ist er schon zwei Mal nur knapp an der Königswürde vorbeigeschrammt. Zu Pfingsten tut sich nun eine neue Chance auf. 

Bildergalerie von der Prunksitzung der Karnevalsgesellschaft Volkmarsen 

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