Knotenpunkt bleibt erhalten

Volkmarser Stadtverordnete verteidigen den Kreisverkehr am Logistikzentrum

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Mit Umsicht fahren: Der Kreisverkehr bei Volkmarsen.

 Volkmarsen. Der Verkehrskreisel an der Landesstraße L 3080 in Höhe der Logistikhallen wird nicht zurückgebaut, auch wenn die AfD-Fraktion im Stadtparlament das gerne sehen würde.

AfD-Sprecher Thorsten Huntzinger hatte argumentiert, hier seien schon zu viele Autofahrer geradeaus gefahren. Außerdem sei der Kreisel seinerzeit mit der Begründung gebaut worden, dass hier einmal eine Umgehungsstraße Richtung Welda angebunden werden könnte. Davon sei nun aber keine Rede mehr. Deshalb müsse der Kreisel zurückgebaut werden.

Das spricht für den Kreisel

„Ein solcher Beschluss wäre ein Schildbürgerstreich“, hieß der FWG-Stadtverordnete Klaus Teppe dagegen. Die Unfallzahlen seien vergleichsweise gering und zudem rückläufig. Allerdings gebe es gewisse Kritikpunkte, was die Nutzung betreffe. Noch immer würden zu viele Lkw auf dem Weg zum Logistikzentrum den anderen Weg über den Wetterweg nehmen.

Der Kreisverkehr sei sicherer und biete weniger Konfliktpunkt als jede andere Verkehrslösung an dieser Stelle, argumentierte SPD-Sprecherin Christel Keim. Hier könnten Radfahrer, Fußgänger, Personen- und Lastwagen bei geringer Geschwindigkeit den Kreuzungspunkt vergleichsweise nutzen. Keim: „Der Kreisel ist eine runde Sache.“

Dafür wurde der Knotenpunkt gebaut

Im übrigen sei der Kreisel von dritten, nämlich von den Betreibern der Logistikhallen, finanziert worden. Das Bauwerk gehöre nun dem Straßenbaulastträger und ein Rückbau sei viel zu teuer, argumentierte der CDU-Stadtverordnete Tobias Viesehon.

Der Kreisel sei auch nicht nur für den Anschluss einer möglichen Umgehungsstraße gebaut worden, ergänzte Thomas Neutze (FDP). Beim Bau sei es vor allem darum gegangen, die Zufahrt zu den Logistikhallen sicher und störungsfrei für die Innenstadt zu gestalten.

"Die fahren mit Handy am Ohr"

Und genau an diesem Punkt setzte Arno Walprecht (Unabhängige Liste) an: „Ich sehe jeden Tag, wie viele Rudolph-Lkw den Wetterweg vor unserem Jugendzentrum befahren und dabei immer tiefere Spurrillen hinterlassen“.

Auch zu den Ursachen für die gelegentlichen Unfälle am Kreisel hat Walprecht eine Erklärung parat: „Da gehen viele Autofahrer mit dem Handy am Ohr in die Kurve.“

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