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Volkmarser Stadtverordnete wollen den Sauerbrunnen wieder aufhübschen

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Von: Elmar Schulten

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Idyllisch gelegen: die Trinkhalle am Sauerbrunnen oberhalb der öffentlich zugänglichen Zapfstelle.
Idyllisch gelegen: die Trinkhalle am Sauerbrunnen oberhalb der öffentlich zugänglichen Zapfstelle. © Elmar Schulten

Der Sauerbrunnen gehört zu den touristischen Glanzpunkten der Kugelsburgstadt. Doch das Gelände rund um die öffentliche Zapfanlage für Mineralwasser und den Spielplatz ist in die Jahre gekommen.

Volkmarsen - Das gilt auch für die Gebäudetechnik, wie Bürgermeister Hartmut Linnekugel bei der gemeinsamen Sitzung der städtischen Ausschüsse in der Nordhessenhalle berichtete.

Nachdem sich der Kur- und Verkehrsverein, der die Anlage in Kooperation mit der Stadt betreibt, im vergangenen Jahr neu formiert hat, wurde in den vergangenen Monaten ein Modernisierungskonzept erarbeitet.

Pläne für Gebäude und Außenanlagen

Im Gespräch sind „Um- und Anbau des Gebäudebestands“ und „Neugestaltung und Aufwertung der Außenanlagen“. Verwilderte Rundwege sollen nicht wieder freigeschnitten werden.

Die mit dem Umbau verbundene Kostenschätzung geht von einem Aufwand von knapp 70.000 Euro (brutto) für die Gebäudesanierung aus und weiteren 83.000 Euro für die Außenanlagen. Hinzukommen Eigenleistungen des Kur- und Verkehrsvereins im Wert von 15.000 Euro und des städtischen Betriebshofes.

Wichtiges Aushängeschild für die Kugelsburgstadt

Dazu erhofft sich der Magistrat Zuschüsse aus dem europäischen Leader-Programm. Auf Nachfrage des SPD-Fraktionssprecher Bruno Kramer ergänzte Linnekugel, dass auch die Mineralwasserfirma, die unmittelbar neben dem städtischen Gelände Flaschen im großen Stil abfüllt, Umbauten plane. Diese müssten aber noch mit dem Wasserwirtschaftsamt abgestimmt werden.

Die Stadtverordnete Ute Moldenhauer (Freie Wähler) bekräftigte, dass das vorgelegte Konzept zur Modernisierung der städtischen Sauerbrunnenanlage „richtig und wichtig“ sei. Der Sauerbrunnen mit Spielplatz und Zapfanlage sei ein Aushängeschild für die Stadt.

Was wird aus der alten Trinkhalle?

Das bekräftigte auch Grünen-Sprecher Daniel Clemens. Die Magistratsvorlage sei „zu schön, um wahr zu sein“. Allerdings mahnte Clemens, bei der Neugestaltung der Außenanlagen mit Augenmaß vorzugehen. Hecken und Büsche hätten durch eine große ökologische Bedeutung.

Aus Sicht der CDU-Fraktion drängte Martin Schmand darauf, dass die Ausschüsse der Stadtverordnetenversammlung eng in die Umsetzung der Baumaßnahmen eingebunden würden. Die vorgelegten Pläne gäben nämlich nur einen groben Überblick.

Die Trinkhalle am Sauerbrunnen ist zwar hübsch anzusehen, aber seit zehn Jahren stillgelegt.
Die Trinkhalle am Sauerbrunnen ist zwar hübsch anzusehen, aber seit zehn Jahren stillgelegt. © Elmar Schulten

Architekt Bernhard Bielefeld berichtete als Vorstandsmitglied des Kur- und Verkehrsvereins, dass unter anderem geplant sei, die dekorative Trinkhalle, die seit zehn Jahren stillgelegt sein, leer zu räumen und mit einer Bestuhlung für Veranstaltungen bereitzuhalten.

Schließlich wurde mit großer Mehrheit empfohlen, die geplanten Baumaßnahmen umzusetzen, wenn die erwarteten Zuschüsse auch tatsächlich fließen. (Elmar Schulten)

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