Fernsehteam dreht in der Stadt am Fuße der Kugelsburg

Volkywood: Ein Hauch von Hollywood in Volkmarsen

Immer für einen Spaß zu haben: Der frühere Prinz Karneval Markus Vieth hat sein Schuhhaus für zwei Tage an eine Filmproduktion vermietet. Seine Mitarbeiterinnen Heidi Hering, Elke von Germeten und Angela Kramer durften als Komparsinnen mitspielen. Fotos: Elmar Schulten

Ein 50-köpfiges Filmteam mit acht Schauspielern und 30 Komparsen hat am Donnerstag und Freitag die Volkmarser Altstadt aufgemischt.

Volkmarsen. Ein Teil des Rewe-Parkplatzes für den beachtlichen Fuhrpark der Filmleute reserviert und vor dem Gemeindezentrum St. Hedwig parkte ein großer, silberner, amerikanischer Wohnwagen, der zur rollenden Kantine umgestaltet war.

Dabei drehte sich alles um das Schuhhaus Vieth, das für die Filmaufnahmen zum Schuhhaus Achilles umfirmiert worden war. Erzählt werden sollte die Geschichte eines Ausverkaufs, der von den beiden Helden einer TV-Serie auf einem der neuen Streaming-Kanäle organisiert wird.

Produktionsfirma hütet ihr Geheimnis

Um welche Serie es sich handelt und welche bekannten Schauspieler vor der Kamera stehen, das durfte nach den Spielregeln der TV-Produktion nicht verraten werden, denn das soll alles erst im Zuge einer großen Werbekampagne hinausposaunt werden.

Nur so viel wird verraten: Am Ende sollen die beiden Drehtage in Volkmarsen knapp 14 Minuten in der Serienepisode ausmachen. Dabei wird es Kameraeinstellungen aus dem Steinweg geben, bei denen die Hauptdarsteller mit lebensgroßen Prozentzeichen und den Ziffern zwei und fünf durch die Straße laufen und auf einen großen Ausverkauf mit 25 Prozent Rabatt hinweisen.

„Das ist natürlich alles nur gespielt“, beeilt sich der echte Firmeninhaber klarzustellen: „Nein. Wir schließen nicht. Es gibt auch keine Sonderrabatte.“

Stadtgespräch und falsche Gerüchte

Ein handgeschriebenes Schild an der Schaufensterscheibe teilt allen Passanten unmissverständlich mit: „Geschlossen wegen Dreharbeiten.“ Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass Kunden in die Dreharbeiten hineinplatzen. Denen muss Markus Vieth dann möglichst schonend beibringen, dass sie sich heute vergeblich auf den Weg gemacht haben und doch bitte morgen wiederkommen mögen.

Mit einem schelmischen Lachen im Gesicht erzählt er auch schon mal die Geschichte, der habe sein Geschäft für vier Millionen Euro an eine große Orthopädiekette verkauft. Und wenn dann ein Freund bei ihm anruft, und sich erkundigt, ob denn das Gerücht vom Verkauf stimme, dann hat Vieth seine närrische Freude daran. Schließlich hat das Elferratsmitglied einen ausgeprägten Sinn für Humor.

Am  Sonnabend ist dann wieder Schluss mit lustig. Die Filmcrew verabschiedet sich und das Schuhhaus hat wieder Zeit für seine Kunden. Und am Abend sitzt Markus Vieth dann als Elferrat bei der Prinzenproklamation auf der Bühne der Nordhessenhalle. Showbusiness!

Bildergalerie: Ein Hauch von Volkywood

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