In einem großen Gebäude gibt es immer viel zu tun

Was macht der Hausmeister ganz alleine in der Schule?

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Hausmeister Markus Tegethoff in seinem Büro in der Kugelsburgschule.

Seit zwölf Jahren ist Markus Tegethoff  Hausmeister der Kugelsburgschule - Ferien hat er keine. Doch was macht ein Hausmeister eigentlich ganz allein in der schule? Wir haben nachgefragt

Markus Tegethoff  ist der Herr über das Schulgebäude am Bevelter Berg, mit dem herrlichen Ausblick auf die Kugelsburg. Er ist für Funktion und Wartung aller baulichen Einrichtungen vom Dachfirst bis zum Kellergeschoss zuständig und hat keine Ferien.

Die schulfreie Zeit nutzt er, um Dinge zu erledigen, die im Trubel des schulischen Alltags nicht durchführbar sind. So wird jetzt, während der Sommerferien,der Brandschutz modernisiert. Das betrifft auch die Grundschule „Villa R“, am Stadtbruch, wo Tegethoffs Kollege Swen Schupp das Gebäude und die Technik wartet und pflegt.

Hausmeister Schupp hat eine halbe Stelle und beide Hausmeister vertreten sich gegenseitig. Immer donnerstags treffen sie sich zur Baubesprechung, stimmen sich ab und delegieren die Arbeiten von Fremdfirmen, wie in diesem Fall, mit den Brandschutz-Fachleuten.

In den Ferien steht die jährliche Grundreinigung an

Zu den externen Dienstleistungen gehört die Reinigung der Fenster oder die jährliche Grundreinigung der Böden in allen Räumen, inklusive der Klassenzimmer. Die Vorbereitung hat Tegethoff gleich zu Beginn der Sommerferien hinter sich gebracht: In 18 Klassenzimmern sorgte er dafür, dass Tische und Stühle aus dem Weg geräumt sind. Und wenn die Schüler nach den Ferien in ihre Klassenräume zurückkehren, steht genau die nötige Zahl von Stühlen und Tischen bereit, denn Tegethoff hat die Liste mit den Klassengrößen von der Schulverwaltung bekommen.

Auch am heißesten Tag der Wetteraufzeichnungen musste Hausmeister Tegethoff mit dem Rasenmähen auf den Grundstücken der Kugelsburgschule am Ball bleiben.

Auch in den Ferien müssen an jedem Tag die Zähler für Wasser, Strom und Gas abgelesen, notiert und an den Fachdienst für Gebäudewirtschaft beim Landkreis weitergegeben werden. Ein Leck würde so schnell auffallen. Allein die Kugelsburgschule verfügt über 20.000 Quadratmeter Rasenfläche, die gemäht werden muss.

„Ich brauche vier Tage für das Mähen und dann nochmal vier Tage für das Sensen. Manchmal bin ich unten fertig, dann muss ich oben wieder anfangen“, sagt Tegethoff über wachstumsstarke Zeiten.

Irgendwelche Reparaturen stehen immer an

Die Schulferien eignen sich auch, abgerissene Gardinenröllchen zu erneuern oder Verdunkelungsrollos neu zu befestigen. „Irgendwelche Reparaturen stehen immer an“, erzählt der Hausmeister.

In den Ferien steht es ihm frei, wann er diese Arbeiten erledigt. Aber während der Schulzeit beginnt sein Arbeitstag um 6.30 Uhr mit der Öffnung der Gebäude. Dann müssen die Feuerwehrpoller entfernt und die Cafeteria des Fördervereins aufgeschlossen werden. Schon früh kommen die beiden Angestellten, um Brötchen zu belegen und das Mittagessen vorzubereiten.

Im Winter geht es bei Schneefall sogar um 4.30 Uhr los: Alle Wege und Treppen, zwei Schulhöfe und die Bushaltestelle müssen geräumt werden. Zwischendurch sorgt der stets gutgelaunte Hausmeister in den Sanitärräumen für aufgefüllte Toiletten- und Handtuchpapier-Bestände und Seifenspender und draußen für geleerte Mülleimer. „Die Schule ist mein Zuhause“, sagt er über seine Einstellung zu den Gebäuden und zur damit verbundenen, umfangreichen Technik.

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