Hilfsgüter für die Hochwassergebiete gesammelt

Welle der Hilfsbereitschaft überrollt Herbsen

Zwei Männer stehen an einem Transportbehälter für Hilfsgüter.
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Die Spediteure Stephan Hasenschar aus Herbsen und Carsten Becker aus Adorf (rechts) hatten die Idee, Spenden für die Hochwasseropfer im Rheinland und an der Ahr zu sammeln.

In dem kleinen Dorf zwischen Külte und Ammenhausen war am Sonnabend kein Durchkommen: Hunderte von Autos schlängelten sich den ganzen Tag über zum Gelände der Spedition Hasenschar, um Hilfsgüter für die Flutopfer im Rheinland und an der Ahr abzugeben.


Volkmarsen-Herbsen - Spediteur Stephan Hasenschar und sein Kollege Carsten Becker aus Adorf, die im normalen Leben Viehfutter an die heimischen Landwirte ausliefern, hatten am Freitag die Idee, Futter für die gebeutelten Landwirte in den Überschwemmungsgebieten zu spenden.

Bei dieser Gelegenheit wollten sie ihre Lastwagen auch mit Lebensmitteln, Kleidung und Spielsache für die Menschen beladen, die durch die Hochwasserkatastrophe der vergangenen Tage ihr ganzes Hab und Gut verloren haben.

Spendfreudige Waldecker strömen nach Herbsen

Ihr über WhatsApp verbreiteter Spendenaufruf verbreitete sich so rasant, dass die Helfer und ihr kleines am Samstagmorgen förmlich überrollt wurde von einer Welle der Hilfsbereitschaft. Der Strom der spendenfreudigen Waldecker riss bis in den Nachmittag nicht ab.

Und während die Menge der gespendeten Hygieneartikel und Bekleidungsgegenstände ununterbrochen anwuchs, wurde den Organisatoren klar, dass auch noch weitere 40-Tonner für den Abtransport benötigt wurden. So wurden aus zwei, zunächst vier, dann acht und schließlich sogar 14 Lastwagen, die auch von anderen Speditionen zur Verfügung gestellt wurde, etwa von der Spedition Stede in Goddelsheim und von der Firma Agro-Sprinter.

Transport in die Katastrophengebiete wird die nächste Herausforderung

Ärgerlich, dass für die Hilfstransporte nicht nur Sprit, sondern auch noch Autobahn-Maut aufzubringen ist. Aber vielleicht finden sich ja noch Spender, die sich an der Aktion beteiligen wollen. Die Organisatoren versprechen jedenfalls, dass alle Spendengelder, die die Maut- und Dieselkosten übersteigen, an die offiziellen Hilfsorganisationen weiterleiten werden.

Nicht ganz einfach wird auch das Durchkommen der Lastwagen bis in die Katastrophengebiete und die Verteilung vor Ort. Die erfahrenen Spediteure wollen sich mit Polizei und Rettungskräften vor Ort absprechen. Bereits am Samstagnachmittag rollten die 40-Tonner schon über die B252 in Richtung Autobahn. (Elmar Schulten)

Welle der Hilfsbereitschaft ist gewaltig: Sammelstelle in Herbsen förmlich überrollt

Autoschlangen vor der Annahmestelle für Hilfsgüter auf dem Gelände der Spedition Hasenschar in Herbsen.
Autoschlangen vor der Annahmestelle für Hilfsgüter auf dem Gelände der Spedition Hasenschar in Herbsen.
Autoschlangen vor der Annahmestelle für Hilfsgüter auf dem Gelände der Spedition Hasenschar in Herbsen.
Autoschlangen vor der Annahmestelle für Hilfsgüter auf dem Gelände der Spedition Hasenschar in Herbsen.
Welle der Hilfsbereitschaft ist gewaltig: Sammelstelle in Herbsen förmlich überrollt

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