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Bürgermeisterkandidat Vahle weiß: Vereine sind wichtig fürs Gemeinwesen

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Von: Elmar Schulten

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Als Vereinsmensch bezeichnet sich der parteilose Bürgermeisterkandidat Hendrik Vahle (links) selbst. Wie sein vier Jahre jüngerer Bruder Gerrit (rechts) fühlt er sich auch im Volkmarser Karneval zu Hause.
Als Vereinsmensch bezeichnet sich der parteilose Bürgermeisterkandidat Hendrik Vahle (links) selbst. Wie sein vier Jahre jüngerer Bruder Gerrit (rechts) fühlt er sich auch im Volkmarser Karneval zu Hause. © Elmar Schulten

„Ich bin ein Vereinsmensch“, bekennt Hendrik Vahle. Der 37-jährige parteilose Bürgermeisterkandidat ist in Volkmarsen aufgewachsen und in vielen örtlichen Vereinen aktiv.

Volkmarsen – Dabei weiß er aus eigener Erfahrung, dass die Mitarbeit in Sport- und Kulturvereinen viel mehr beinhaltet als die Möglichkeit, einem privaten Hobby zu frönen oder gemeinsam zu feiern: „Vereine bieten Gemeinschaft, pflegen die Dorfgemeinschaft und machen das Leben in einem Ort erst lebenswert.“

Der Motorsportclub MSC Volkmarsen war der erste Verein, in dem Vahle regelmäßig zu Training kam. Auf dem großen Parkplatz der Firma Henkelmann konnten die kleinen Jungs die ersten Slalomfahrten mit dem Kettcar, später auch mit dem Motor-Kart drehen.

Hauptamt stützt Ehrenamt

Im Tennisclub eiferte Hendrik Vahle mit seinen Freunden Boris Becker nach, bevor die Clique ganz dem Fußball zuwandte und im VfR alle Jugendmannschaften durchlief. In einer Spielgemeinschaft mit Breuna und Wettsingen spielte Vahle zuletzt in der zweiten Mannschaft. Zweimal holten sie die Meisterschaft in der B-Liga.

Im Tennis und im Fußball habe er den Wert einer systematischen Jugendarbeit kennengelernt. Im Verein erlernten Jugendliche Fairness, Freundschaft und Zuverlässigkeit. Deshalb wolle er sich als Bürgermeister auch für die Förderung der in der Coronapandemie arg gebeutelten Vereine einsetzen. Das Motto müssen lauten: „Hauptamt stützt Ehrenamt.“

Vier Vereine stemmen den Weihnachtsmarkt

Seit er selbst dem Jugendalter entwachsen ist, engagiert sich Vahle im Schützenverein. „Das ist Teil der Brauchtums- und Heimatpflege“, erklärt Vahle. 14 Jahre hat er im Vorstand mitgearbeitet, vier Jahre als Schriftführer, dann zehn Jahre lang, bis 2021, sogar als Vorsitzender.

In dieser Funktion setzte er sich dafür ein, dass der Weihnachtsmarkt auf dem Volkmarser Marktplatz gemeinsam von vier Vereinen organisiert wurde. Die Zusammenarbeit von Schützen, Karnevalisten, Musikexpress (Sambistas) und MGV Ehringen habe sich bewährt und verdiene es, nach der Coronapandemie fortgesetzt zu werden.

Applaus für Gottschalk-Parodie

Als echter Volkmarser bekennt sich Vahle natürlich auch zum Karneval. 1993/94 war er Kinderadjutant an der Seite von Kinderprinz Andreas Flore und Kinderprinzessin Julia Schreiber. Damals stand er auch bei Kindersitzungen in der Bütt, doch es dauerte bis 2014, dass Hendrik Vahle auch bei der Prinzenproklamation eine Aufgabe auf der Bühne übernahm und den ersten Pannemann präsentierte.

Sein Bruder Gerrit war zuvor als neuer Stern am Volkmarser Karnevalshimmel aufgestiegen. Mit seiner professionellen Thomas-Gottschalk-Parodie ist Gerrit Vahle nicht mehr aus dem Volkmarser Karneval wegzudenken.

Ritterrunde als Herrenrunde aus der Taufe gehoben

Nicht selten werden Hendrik und Gerrit Vahle miteinander verwechselt. Manch einer kommt sogar auf den Gedanken, beide seien Zwillinge. Aber das stimmt nicht. Gerrit Vahle ist vier Jahre jünger als sein großer Bruder, der sich jetzt anschickt, Bürgermeister der Kugelsburgstadt zu werden.

2017 gründete er die Ritterrunde als Pendant zum Landfrauenkarneval, wo nur Frauen zugelassen sind. So ist die Ritterrunde eine reine Herrenrunde, in der närrische Beiträge in vorgetragen werden.

Lange Familientradition

Hendrik Vahle fühlt sich damit in einer Tradition, die vor vielen Jahrzehnten von seiner Oma Lisbeth begründet wurde. Auch sie war ein Vereinsmensch durch und durch. Sie begründete vor Jahrzehnten den Kneipenkaneval in Volkmarsen und war Schützenkönigin.

So bleibt abzuwarten, wie lange Hendrik Vahle nach der Bürgermeisterwahl braucht, um selber einmal den Olymp der Volkmarser Schützenkönige zu besteigen. (Elmar Schulten)

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