Kleiner Dorfladen bemüht sich um Grundversorgung im Erpedorf

Wieder ein Service weniger in Ehringen: DHL-Shop weicht Hermes

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Der Edeka-Laden in Ehringen von Elke Jäger war die längste Zeit DHL-Paketstation. Künftig können hier aber Pakete für den Paketdienst Hermes aufgegeben und abgeholt werden. 

Volkmarsen-Ehringen. Wieder ein Service weniger im Erpedorf: Die Deutsche Post AG beendet am heutigen Nikolaustag die Kooperation mit dem Edeka-Dorfladen von Elke Jäger. Als Grund wurden technische Probleme, vor allem das fehlende D1-Mobilfunknetz angegeben.

Dabei wäre es durchaus möglich, den Service mit der veralteten Technik fortzuführen, argumentiert Bürgermeister Hartmut Linnekugel in einem Schreiben an die zuständige DHL-Niederlassung in Weiden in der Oberpfalz. Doch alle Interventionen blieben ergebnislos.

Linnekugel vermutet, dass die Post aus dem Vertrag ausgestiegen sei, weil im Edeka-Laden neuerdings auch Hermes-Pakete angenommen würden.

Den Kontakt zu Hermes habe sie aber erst aufgenommen, als DHL schon den Vertrag gekündigt habe, versicherte Elke Jäger im Gespräch mit der WLZ. Sie bedauere, ihren Kunden künftig keine Briefmarken mehr verkaufen zu können: „Ich versuche, hier im Dorf die Grundversorgung aufrecht zu erhalten.“ Im Tagesschnitt habe sie auch fünf Pakete angenommen oder ausgegeben, in der Vorweihnachtszeit deutlich mehr.

Vom Post-Pressesprecher Thomas Kutsch in Frankfurt erfuhr die WLZ: „Zu Vertragsfragen äußern wir uns grundsätzlich nicht.“ Tatsache sei aber, dass das Paketgeschäft boomt. Kutsch spricht von einem jährlichen Wachstum von zehn Prozent. 

Deshalb betreibe die Deutsche Post neben ihren bundesweit 12.000 Filialen auch 10.000 DHL-Paketshops, in denen Postkunden ihre Pakete aufgeben und auch abholen können. Das bedeute kurze Wege. Er gehe davon aus, dass die DHL-Niederlassung versuchen werde, in Ehringen eine neue Annahmestelle zu schaffen.

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