Ausschuss für Bebauungsplan

Neue Wohnhäuser am Bahnhof Volkmarsen geplant

Für die Entwicklung des (ab der Bildmitte rechts) überwiegend leerstehenden Lager- und Wohngebäudekomplexes an der Straße Am Bahnhof gibt es nun ziemlich klare Pläne: Die Gebäude sollen abgerissen, auf dem Gelände Wohnhäuser errichtet werden.
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Für die Entwicklung des (ab der Bildmitte rechts) überwiegend leerstehenden Lager- und Wohngebäudekomplexes an der Straße Am Bahnhof gibt es nun ziemlich klare Pläne: Die Gebäude sollen abgerissen, auf dem Gelände Wohnhäuser errichtet werden.

Am Bahnhof Volkmarsen könnte im kommenden Jahr schon die Vermarktung von neuen Wohnungen beginnen und der leerstehende Gebäudekomplex am Bahnhof verschwinden.

Volkmarsen – Die Ausschüsse haben dem Bebauungsplan für den Bereich „Am Bahnhof“ zugestimmt. Ziel ist es, über das Dorfentwicklungsprogramm Fördermittel für Erwerb und Abriss der weitgehend nicht mehr genutzten Gebäude zu bekommen und die Immobilien an interesierte Investoren zu verkaufen.

Vier Interessenten

Dem Vorhaben haben die Stadtverordneten im Juni schon zugestimmt. Architektin Brgit Schade-Kleist hat ein Entwicklungskonzept erstellt. Die Wirtschafts- und Investitionsbank hat als Trägerin der Dorfentwicklung bereits 70 Prozent Förderung zugesagt.

Fünf Interessenten hätten sich inzwischen gemeldet, vier Bewerber seien nun übrig geblieben, berichtete Bürgermeister Hartmut Linnekugel. Im ersten Quartal 2021 könne mit der Vermarktung der geplanten Wohnungen begonnen werden.

Mehrere Nutzungen

Im Bebauungsplan sollten neben Wohnen Öffentlicher Personennahverkehr und eine gewerbliche Nutzung dargestellt werden, sagte der Bürgermeister auf der Grundlage des bisherigen Abwägungsprozesses mit Trägern öffentlicher Belange.

Das Eisenbahnbundesamt fordere noch eine zivilrechtliche Vereinbarung mit dem Investor. Diese betrifft kleinere, von dem bisherigen Eigentümer überbaute Flächen der Bahn.

Geld im Haushalt 2021

Er sehe den Bebauungsplan aber „nicht als kritisch“ an. Zur Finanzierung stehe eine Förderquote in Aussicht, die im Haushaltsplan 2021 ihren Niederschlag finden werde.

Mithilfe der Fördermittel will die Stadt Kauf und Abriss finanzieren, durch den Verkaufserlös, so die Planung, kämen auf die Stadt keine Kosten zu.

Fördergelder zugesagt

Die Gesamtkosten für Kauf und Abbruch werden mit 325 000 Euro beziffert, von den förderfähigen Kosten würden knapp 210 000 Euro, so der bisherige Finanzierungsplan, über die Dorfentwicklung finanziert.

Dafür könnte eine Reihe von unansehnlichen, leer stehenden Gebäuden verschwinden, die für Landhandel und Lagerung sowie für Wohnen genutzt wurden. Die letzten Mietverhältnisse konnten problemlos aufgelöst werden, wie Linnekugel in der Ausschusssitzung berichtete.

Stadtverordnete stimmen zu

Den Stadtverordneten fiel es im Sommer schon nicht schwer, dem Vorhaben der Stadtentwicklung zuzustimmen. Schließlich gewinnt das Stadtbild, was auch im Interesse der Anlieger auf der anderen Straßenseite liegen dürfte, und soll mehr Wohnraum geschaffen werden.

Arno Walprecht (Unabhängige Liste) wollte in der jüngsten Ausschusssitzung wissen, warum ausdrücklich ausschließlich Flach- oder Pultdächer vorgeschrieben werden sollten. Schließlich würde eine entsprechende Dachneigung die Nutzung von Solaranlagen begünstigen.

Viel Raum schaffen

Die Förderstelle für die Dorfentwicklung habe die Dachformen empfohlen, sagte Bürgermeister Linnekugel. Somit solle möglichst viel nutzbarer Raum in den Gebäuden geschaffen werden. Damit seien alle Beteiligten auch einverstanden. (Von Armin Haß)

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