Manfred Neubert hat innovatives Unternehmen mit starkem Auslandsgeschäft aufgebaut

Zevatron-Chef übergibt Familienunternehmen an seine Kinder

+
Swenja Otto und ihr Bruder Jens Neubert führen künftig das Volkmarser Unternehmen Zevatron. Das Foto zeigt sie neben einem von Zevatron entwickelten Lötroboter-Rundtakttisch. 

Die Firma Zevatron Löttechnik GmbH, ein international agierendes Unternehmen mit gefragten Technikprodukten hat den ersten Generationenübergang gemeistert.

Volkmarsen. Das 1991 von Manfred Neubert aus Wetterburg gegründete Familienunternehmen wird nun von seinen beiden Kindern Jens Neubert und Swenja Otto geleitet. Der Firmenübergang war in den vergangenen fünf Jahren systematisch vorbereitet worden und wurde gestern mit Beurkundung des Notarvertrages abgeschlossen.

Der Firmenübergang wurde nicht zufällig auf den heutigen Tag terminiert, denn Manfred Neubert feiert heute seinen 70. Geburtstag. Seine Kinder und Firmennachfolger wissen das Lebenswerk ihres Vaters zu schätzen und danken ihm für sein Vertrauen.

Ursprünge in den Niederlanden

Das Unternehmen beschäftigt aktuell 15 Mitarbeiter in stets gelebter kollegialer, kameradschaftlicher „Familien-Atmosphäre“ und produziert Produkte und Maschinen für professionelle Löttechnik, insbesondere zum Hochtemperaturlöten. Ihre Kunden hat die Firma Zevatron im Trafobau, in der Spulenfertigung sowie in der Automobil- und Elektronikindustrie.

Die Firma Zevatron im Volkmarser Gewerbegebiet Döngesbreite.  

 Hervorgegangen ist das Familienunternehmen aus der Firma Zeva, die Anfang der 90er-Jahre in der Bad Arolser Bahnhofstraße mit Verwaltung in der Wetterburger Straße tätig war. Einen Teil der Produktion, die Verpackungstechnik, wurde von der Klever Firma Kisters, später ZVT, übernommen.

Löttechnik weiterentwickelt

Die Löttechnik aber übernahm der langjährige Zeva-Vertriebsleiter und Prokurist Manfred Neubert in seiner neuen Firma Zevatron in Volkmarsen. Der Löttradition, die 1916 in Amsterdam begründet wurde und die durch die wegweisenden Patente von Dr. Günther Laubmeyer zur Blüte gebracht wurde, fühlte sich Manfred Neubert verpflichtet und entwickelte diese Technik kontinuierlich und mit Erfolg weiter. Der Name Zeva stand damals wie heute für die niederländischen Worte für „Zuverlässige Elektrische Verwarm (Erhitzungs)-Apparate“. 

Manfred Neubert hat die Firma Zevatron in Volkmarsen gegründet. Foto: Studio Aurelia

Die Erfolgsgeschichte der Firma Zevatron begann mit dem Bau von Lötkolben für industrielle Anwendungen. Bis heute gibt es eine anhaltende Nachfrage nach diesen robusten Arbeitsgeräten unter anderem in der Automobilbranche. Zunehmend wichtiger wurden aber in den vergangenen 30 Jahren die von Zevatron-Mitarbeitern entwickelten Lötautomaten für ganz spezielle Anforderungen. 

Moderne Lötroboter für industrielle Anwendungen

Zum einen mussten Lösungen gefunden werden, um bleifreies Lötzinn verarbeiten zu können. Dieses Material gilt als besonders aggressiv und stellte besondere Anforderungen an die Maschinen. Das gilt auch für das Arbeiten mit bis zu 500 Grad heißem Lötzinn. Bei diesen Temperaturen verbrennt die Lackisolierung von Kupferdrähten. So lassen sich kleine und kleinste Spulen zuverlässig mit Leiterkontakten verbinden. Fast alle großen Elektronikhersteller vertrauen auf Lötroboter aus Volkmarsen. 

Hightech-Löttechnik: Eine Maschine zum Verlöten von Transformatoren-Wicklungen mit Leiterplatten-Kontakten aus der Produktion der Firma Zevatron in Volkmarsen.

Ein Großteil der Produktion aus dem Hause Zevatron geht heute ins Ausland. Lötroboter aus Volkmarsen arbeiten in Estland, in der Ukraine, in Ungarn und auch in Indien. Die modernsten dieser Lötroboter lassen sich auch per Fernwartung nachjustieren. Heute gehören neben Lötkolben, Löttiegeln und Lötbädern auch hochmoderne Lötmaschinen wie der Lötroboter-Rundtakttisch zur Produkt-Vielfalt des Familienunternehmens, das Manfred Neubert gegründet hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare