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Zuschüsse für Erpetalhalle in Ehringen beantragt

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Von: Armin Haß

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Die Erpetalhalle in Ehringen soll von Grund auf saniert werden. Dazu erhofft sich die Stadt Volkmarsen Zuschüsse aus einem Bundesprogramm in Hlhe von 75 Prozent. Der rechnet mit Sanierungskosten von 650 .000 Euro.
Die Erpetalhalle in Ehringen soll von Grund auf saniert werden. Dazu erhofft sich die Stadt Volkmarsen Zuschüsse aus einem Bundesprogramm in Hlhe von 75 Prozent. Der rechnet mit Sanierungskosten von 650 .000 Euro. © Elmar Schulten

Die Stadt Volkmarsen plant die Sanierung der Erpetalhalle. Für die mit Kosten von 650.000 Euro veranschlagte Baumaßnahme werden dem Förderprogramm Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur (SJK) des Bundes 487.500 Euro als Zuschuss erwartet.

Volkmarsen-Ehringen – Einstimmig votierten der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Bau- und Umweltausschuss für das Vorhaben. Zu Antragsstellung hat die Stadtverwaltung bereits eine Projektskizze als Interessensbekundung an den Bund geschickt, danach wird die Vergabe von Zuschüssen geprüft.

Da das Programm mit seinen 476 Millionen Euro bereits zum Abgabetermin 30. September mit 995 Projektskizzen für Vorhaben im Gesamtwert von 2,7 Milliarden Euro mehrfach überzeichnet ist, muss nun der Haushaltsausschusses des Bundestags prüfen, welche angemeldeten Vorhaben zum Zuge kommen und welche Kommunen dann aufgefordert werden, einen Zuschussantrag zu stellen.

Angebot zu schön um wahr zu sein

Daher seien die Bundestagsabgeordneten angesprochen worden, den Antrag zu unterstützen, so Bürgermeister Hendrik Vahle. Die Sanierung sei dringend geboten, so Niklas Keim (SPD).

Duschen und Heizung funktionierten nicht: „Ich will auch nicht wissen, was da an Energie verloren geht. In der 1978 errichteten Halle sei schon lange nichts mehr getan worden, abgesehen von einem Stuhllager“, so Klaus Teppe (FWG). Angesichts der langen Liste von Sanierungsvorhaben erklärte er, dass Förderangebot sei zu schön, um wahr zu sein.

Neue Heizung dringend überfällig

Der Magistrat solle möglichst auch den Bau einer Photovoltaikanlage einplanen, die nicht in die Projektskizze einbezogen worden sei. Für den Einbau einer neuen Heizungsanlage sind 115. 000 Euro vorgesehen, hier wird eine Pelletheizung anvisiert.

Daniel Clemens (Bündnis 90/Die Grünen) bewertet die Planung als sehr gut, rät aber, bei dem Energieträger auch angesichts der Preisentwicklung nach Alternativen zu schauen, so etwa sollte die Verwendung von Holzhackschnitzeln geprüft werden. Im Zweifel sollte schon jetzt an die Erneuerung der 1981 eingebauten und nur noch geduldeten Ölheizung gegangen werden, so Jochen Siebert (Grüne). Schließlich müsse die Halle für eine Notfalllage funktionieren.

Dachdecker hätte viel zu tun

Die Ehringer Halle gilt als „Betreuungsplatz 50“ für den Katastrophenschutz beziehungsweise eine Gasmangellage. In einem solchen Fall müssten bis zu 50 Einwohner vorübergehend dort untergebracht und versorgt werden.

Das ist vorgesehen: Dachdecker- und Klempnerarbeiten schlagen mit 130.000 Euro zu Buche. Fenster und Außentüren sollen – wie bei allen Gewerken - zum Klimaschutz und zur Energieeinsparung für 240. 000 Euro ausgetauscht werden. 40.000 Euro sind für die Sanitäranlagen, 15. 000 Euro für die Ausrüstung mit LED-Leuchtmitteln eingeplant.

Hinzu kommen nach dem ersten Kostenvoranschlag Nebenkosten von 10. 000 Euro sowie 100 .000 Euro für Architekten- und Ingenieursleistungen sowie Energieberater. Clemens fragte nach, warum die Isolierung der Fassade nicht erwogen werde. Hier sei der Energieberater gefragt.  (Armin Haß)

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