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Zweite Wasserleitung für Herbsen ist fertig

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Ortstermin mit Bauplan: Auf dem Foto sind acht Männer und eine Frau zu sehen.
Die Wasserleitung zwischen Schmillinghausen und Herbsen steht: Darüber freuen sich von links Stadtverordnetenvorsteher Marko Lambion, Hendrik Vahle (Stadtverwaltung Volkmarsen), der Herbser Ortsvorsteher Burkhard Scheele, Bürgermeister Hartmut Linnekugel, Rainer Rose von den Kommunalbetrieben Nordwaldeck (KBN), Erster Stadtrat Udo Jost, Sina Degenhardt als stellvertretende Ortsvorsteherin von Schmillinghausen, Gerd Frese (KBN-Verbandsversammlung) und Planer Andreas Rauwolf vom Ingenieurbüro Müller. © Elmar Schulten

Die Kommunalbetriebe Nordwaldeck (KBN) haben für rund 220.000 Euro eine 1600 Meter lange neue Wasserleitung von Schmillinghausen nach Herbsen verlegen lassen.

Volkmarsen /Bad Arolsen - Zusammen mit der noch zu bauenden Druckerhöhungsanlage am Friedhof in Schmillinghausen sorgt die neue Leitung für mehr Versorgungssicherheit in Herbsen und den angeschlossenen Dörfern Hörle, Ammenhausen und Dehausen.

Rainer Rose von den KBN erläuterte in Schmillinghausen, dass mit der neuen Leitung nun alle Bereiche im KBN-Versorgungsbereich mit Wasserzuläufen aus zwei Richtungen versorgt seien. Das bedeute mehr Versorgungssicherheit, was neuerdings auch vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz bezuschusst werde. So seien die KBN unverhofft noch in den Genuss eines Zuschusses in Höhe von rund 82.000 Euro netto gekommen.

Niedrige Nitratwerte

Das Wasserversorgungskonzept der KBN, das diese doppelten Leitungen vorsehe, sei aber in den vergangenen 20 Jahren ohne Zuschüsse aufgebaut worden. Davon profitierten nun alle angeschlossenen Dörfer der Großgemeinden Volkmarsen, Bad Arolsen und Diemelstadt in Form von ausreichend Wasser in bester Qualität. Im Internet lasse sich unter www.wasserqaulitaet-online.de nachlesen, dass die KBN-Quellen am Bickersbusch bestes Trinkwasser mit einem Nitratwert von 20 Milligramm pro Liter liefere. In Herbsen liege dieser Wert sogar bei nur 18 Milligramm. Auch die übrigen Parameter seien sehr gut.

Aufgeschreckt durch die drei Dürre-Sommer haben die KBN auch die Ergiebigkeit ihrer Brunnen noch einmal überprüft und können auch auf diesem Gebiet Entwarnung geben. Dazu tragen nicht zuletzt die Regenfälle der vergangenen Monate bei.

Druckerhöhungsanlage muss noch gebaut werden

Die Trinkwasserversorgung der Stadtteile Herbsen, Hörle, Ammenhausen und Dehausen erfolgte bisher ausschließlich über einen Tiefbrunnen westlich von Herbsen. Das Wasser wird in den Hochbehälter Herbsen gefördert und dort über eine Aufbereitungsanlage entsäuert und verteilt.

Bei einer Betriebsstörung des Tiefbrunnens hätten die angeschlossenen Haushalte nur über Tanklastzüge versorgt werden können. Mit der neuen Druckleitung aber lässt sich jederzeit bei Bedarf Wasser aus den Brunnen am Bickersbusch bei Külte über Schmillinghausen nach Herbsen pumpen. Dazu muss in den kommenden Wochen noch für rund 15.000 Euro eine neue Pumpstation in Höhe des Schmillinghäuser Friedhofes gebaut werden.

Interkommunale Zusammenarbeit hat sich bewährt

Bürgermeister Hartmut Linnekugel (Volkmarsen) und Erster Stadtrat Udo Jost (Bad Arolsen) würdigten die gute Zusammenarbeit beider Städte in den Gremien der Kommunalbetriebe Nordwaldeck.

Die Wasserversorgungsverbände und Abwasserverbände, die nach 1975 gebildet wurden, seien insofern die Keimzellen der heutigen KBN. Diese Art der interkommunalen Zusammenarbeit sei für alle Beteiligten sehr hilfreich und unterm Strich auch kostengünstiger als wolle jede Stadt eigene Systeme aufbauen und unterhalten.

Es gebe sicher noch weiterer Felder, auf denen sich eine Kooperation anbiete. Bewährt habe sich auch die Zusammenarbeit beider Städte auf dem Gebiet der Standesämter. (Elmar Schulten)

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