Unter anderem stehen Neuseeland, Südamerika und Südostasien auf dem Programm

Alexandra Fisseler aus Freienhagen: Ein Jahr um die ganze Welt reisen

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Den bekannten Zuckerhut in Rio de Janeiro haben Alexandra Fisseler und ihr Freund Peter Wnuk im Rücken. 

Waldeck-Freienhagen – Ein Jahr lang kreuz und quer durch die ganze Welt: Diesen Traum erfüllen sich derzeit Alexandra Fisseler aus Freienhagen und ihr Freund Peter Wnuk.

Los ging es für das Paar in Südamerika, es folgten Hawaii und Neuseeland, Fidschi und Australien. Derzeit erkunden die beiden Südostasien, bevor es Ende September wieder zurück in die Heimat geht.

Einen Reisepass? Besitzt Alexandra Fisseler erst seit 2012. „Davor habe ich meist Pauschalurlaub in Europa gemacht“, sagt die 33-Jährige. Vor sieben Jahren flog sie dann für drei Monate nach Tansania, ein Jahr später für ebenfalls drei Monate nach Miami. „Danach war die Reiselust geweckt.“ Zusammen mit ihrem Freund Peter Wnuk war sie schließlich in Ägypten, Italien, Andalusien, China, Thailand und den USA.

Der südlichste Punkt der neuseeländischen Südinsel ist Slope Point.

Schon nach ihrem Referendariat – Fisseler studierte Jura in Würzburg – wollte sie für einige Monate durch Asien reisen. Wegen des Jobs habe das aber nicht geklappt. Mit Freund Peter sollte es schließlich zusammen um die Welt gehen, doch terminlich wollte es zunächst nicht richtig passen. Im Mai 2018 fiel dann die Entscheidung, im Oktober ging es los.

Alexandra Fisseler kündigte ihren Job, Peter Wnuk nahm ein Sabbatjahr, die gemeinsame Wohnung vermietete das Paar unter. Durch Gespartes finanzieren sie die Weltreise.

Über Ziele oft spontan entscheiden

„Die einzelnen Ziele entstanden durch Recherche“, berichtet Fisseler. Sie haben sich durch Blogs inspirieren lassen, geplant haben sie aber nur Südamerika grob. „Seitdem reisen wir eigentlich spontan und entscheiden uns auch schon mal um.“ Anfangs denke man, dass man unendlich viel Zeit habe, sagt die Juristin. Doch schnell werde klar, dass das nichts werde. Sehen wollten beide aber unbedingt Australien, Neuseeland und Südostasien. Kanada und die USA seien schnell ausgeschieden, weil die Krankenversicherung viel teurer geworden wäre.

Das Paar reist nicht nur mit dem Flugzeug, sondern auch mit Bus, Boot und Fähre, nutzt öffentliche Verkehrsmittel, aber auch den Fahrdienst Uber und Seilbahnen – oder schippert auf Reifen durch einen Fluss, wie in Kolumbien. „Wir mussten uns gegenseitig festhalten, damit wir zusammen blieben.“ Ein entspannter und lustiger Tag für die beiden. Doch nicht alles läuft entspannt: In Santiago de Chile sind sie in einen Polizeieinsatz geraten, bei dem auch Tränengas eingesetzt worden sei. „Es knallte auch und wir liefen schnell zurück in die andere Richtung, in das nächste Restaurant.“ Das sei schon unheimlich gewesen, sagt Fisseler.

Palmen, Meer und Traumstrände genossen Alexan dra Fisseler und Peter Wnuk auf Fidschi.

Besonders gut gefallen hat beiden Neuseeland. „Es ist ein super abwechslungsreiches Land. Es gibt Gletscher, Seen, Berge, traumhafte Strände, Wälder, Weingebiete und Fjorde.“ 6000 Kilometer haben sie mit einem umgebauten Toyota zurückgelegt, in dem sie ein Bett und eine kleine Küche hatten.

Jetzt stehen noch einige Ziele in Südostasien an, unter anderem Kambodscha und Vietnam. „Spätestens Ende September werden wir wieder nach Deutschland kommen.“ Noch sei der Rückflug aber nicht gebucht. Für Peter Wnuk geht es dann als Banker weiter, Alexandra Fisseler geht auf Jobsuche. Und die nächsten Reisen? Viele Gedanken haben sich die beiden darüber noch nicht gemacht. „Aber wir wollen noch viel von Europa sehen.“ Auch ein Besuch in der Heimat steht bald an, denn Fisselers gesamte Familie lebt noch in Freienhagen.  

"Umweltaspekt ist großes Thema"

„Der Umweltaspekt ist ein großes Thema und uns durchaus bewusst“, sagt Alexandra Fisseler. Jedem Weltreisenden sei bewusst, „dass die Fliegerei besonders schlimm ist. Auch wir wissen, dass insbesondere unsere Flüge die CO2-Bilanz nach oben treiben.“

Das Paar in Kuala Lumpur

Dennoch beginne man auf einer solchen Reise, bewusster zu leben. „Angefangen damit, dass man keine Klamotten kauft. Außer, wenn wenn etwas ersetzt werden muss. Wir versuchen, so viel Plastik wie möglich zu vermeiden und haben immer unsere Flaschen mit Leitungswasser oder Flusswasser aufgefüllt, wenn das Wasser trinkbar war.“ 

Und: „Ohne es tatsächlich zu wissen, konsumieren wir wohl überwiegend lokale Lebensmittel, die nicht Tausende Kilometer transportiert werden müssen.“ Den Menschen in Südamerika und Südostasien sage das Thema Nachhaltigkeit so gut wie nichts – „der Müll am Strand und den Straßen ist schrecklich“.

Auf ihrem

Blog

berichtet das Paar über die Weltreise.

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