Start mit Wanderschuhen

Neue Pfarrerin eingeführt: Ursula Nobiling tritt Amt in Sachsenhausen an

Neue Pfarrerin: Kirsten Zölzer vom Kirchenvorstand, Nieder-Werbes Pfarrer Werner Hohmeister, die neue Seelsorgerin Ursula Nobiling, der Waldecker Pfarrer Til Anders Follmann und Dekanin Petra Hegmann.
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Einführung in das Pfarramt in Sachsenhausen: Von links Kirsten Zölzer vom Kirchenvorstand, Nieder-Werbes Pfarrer Werner Hohmeister, die neue Seelsorgerin Ursula Nobiling, der Waldecker Pfarrer Til Anders Follmann und Dekanin Petra Hegmann.  

Ursula Christiane Nobiling ist neue Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde in Sachsenhausen.

Nobiling tritt die Nachfolge von Kurt Heyer an, der seinen Ruhestand angetreten hat (WLZ berichtete). Es seien „große Fußstapfen, in die ich treten werde“, war sich die Pfarrerin sicher und brachte symbolisch ein paar Wanderschuhe mit. „Diese Schuhe sind robust“, meinte sie auch mit Blick auf anstehende Veränderungen.

„Wir müssen weiterlaufen und weitertanzen“

„Wir brauchen Kreativität, Aufbruch, Wagemut und neue Bewegungen in unserer Kirche.“ So könne auch das im Bau befindliche neue kirchliche Zentrum auf Scheid „eine Strahlkraft für die Kirche über die Grenzen von Waldeck hinaus“ entwickeln.

Es sei wichtig, soziale Aufgaben vor Ort wahrzunehmen. „Wir gehen nicht rückwärts. Wir müssen weiterlaufen und weitertanzen“, meinte Nobiling, die zuvor lange Jahre in Korbach eine eigene Ballettschule geleitet hatte, in Bezug auf ihr eigenes Hobby.

Sorgen um Zukunft der Pfarrstellen und Kirchen

Zuvor war Ursula Nobiling von Dekanin Petra Hegmann, welche die von der Bischöfin ausgestellte Ernennungsurkunde verlas, in ihr neues Amt eingeführt worden. Es habe in den Gemeinden „einigen Grund zur Sorge“ gegeben, führte die Dekanin aus. Anlass seien die Zukunft der Pfarrstellen und Kirchengebäude und aktuell die Corona-Pandemie.

Trotz „schwieriger Rahmenbedingungen“ gebe es Vertrauen und Hoffnung, meinte die Dekanin. Gerade in Sachsenhausen, wo sie sehr „bewegende Gottesdienste“ erlebt habe, gebe es sehr aktive Gemeindemitglieder und Kirchenvorstände. „Es ist schön, dass Sie hier in der Gesamtkirche Waldeck bleiben. Ich wünsche Ihnen die Unterstützung der Kirchengemeinde“, rief die Dekanin der neu angeführten Sachsenhäuser Pfarrerin Nobiling zu.

Balkenstück aus der Zeit um 1560

Pfarrer Werner Hohmeister (Nieder-Werbe), der seiner neuen Kollegin Blumen überreichte, freute sich auf eine „weiterhin vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit.“ Das Kirchspiel Sachsenhausen, zu dem auch Alraft und Selbach gehören, sei eine der größten Flächengemeinden im hiesigen Kirchenkreis Eder.

Im Namen des Sachsenhäuser Kirchenvorstandes überreichte Kirsten Zölzer ein aus der Zeit um 1560 stammendes Balkenstück, das im Jahr 2017 bei der Renovierung der Sachsenhäuser Sankt-Nikolaus-Kirche aus dem Dachstuhl entfernt wurde und seitdem bei dem damaligen Pfarrer Kurt Heyer aufbewahrt wurde.

Posaunenchor begrüßt neue Pfarrerin mit Musik

Gerade Pfarrer Heyer „hat viel für die Renovierung unserer großen, schönen Kirche gearbeitet“, würdigte die Pfarrerin ihren Amtsvorgänger. Auch die Kollekte ihres Einführungsgottesdienstes war für die noch anstehende Innenrenovierung der Kirche bestimmt.

Nach der Feier wurde zu einem Empfang auf dem Kirchhof eingeladen, wo die neue Pfarrerin von Klängen des Posaunenchores Sachsenhausen mit musikalischen Klängen feierlich begrüßt wurde. Von Jörg Schüttler

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