Stadt Waldeck plant Filteranlage

Arsen-Spuren im Trinkwasser von Freienhagen und Dehringhausen

Unser täglich Wasser kommt in hoher Qualität aus der Leitung: Manchmal muss es aber aufbereitet werden, etwa, wenn der gemessene Arsengehalt über dem gesetzlichen Grenzwert liegt – und sei es auch nur minimal. Foto: Archiv

Waldeck. Die Stadt Waldeck hat bei ihren routinemäßigen Untersuchungen des Trinkwassers Arsenwerte für Dehringhausen und Freienhagen ermittelt, die „leicht über dem gesetzlichen Grenzwert liegen“. Das teilt Bauamtsleiter Martin Tepel mit.

Der Grenzwert werde aber so geringfügig überschritten, dass selbst Risikogruppen bei Trinkwassergenuss nur kleinste Arsenmengen aufnehmen, die sich weit unterhalb dessen bewegen, was die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Tageshöchstdosis empfiehlt. Das treffe auch zum Beispiel auf einen dreimonatigen Säugling zu, der ausschließlich Flaschennahrung trinkt, die mit Freienhagener oder Dehringhäuser Leitungswasser zubereitet ist.

„Vom üblichen Verbrauchsverhalten muss also zurzeit niemand abweichen“, unterstreicht der Magistrat in einer öffentlichen Mitteilung.

Gremien beraten über Filter

Aber: Auf lange Sicht will und kann die Stadt die erhöhten Arsenwerte nicht akzeptieren. Darum kündigt sie an, den Stoff künftig durch eine technische Anlage aus dem Trinkwasser der beiden betroffenen Ortsteile zu entfernen, denn Abkochen wirkt gegen das Arsen nicht. „Entsprechende Vorschläge inklusive der damit verbundenen Kosten werden den politischen Gremien in der nächsten Zeit vorgelegt“, sagt Tepel.

Das gefundene Arsen kommt natürlicherweise in den Gesteinsschichten vor (Zechstein), aus denen das Trinkwasser für Dehringhausen und Freienhagen gewonnen wird. Niederschläge, die in die Grundwasser-Vorkommen versickern, waschen es auf dem Weg dorthin aus. Die ausgewaschenen Mengen fallen dabei unterschiedlich hoch aus, und so schwankt auch die im Trinkwasser gemessene Konzentration.

Die Messungen der Stadt zwischen 2014 und 2017 ergaben ein solches uneinheitliches Bild, erläutert der Magistrat. Weil die Grenzwerte mehrfach leicht überschritten wurden, will er nun die Konsequenz in Form einer Filteranlage ziehen. (ff)

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