Ziel: Arbeit soll bis Mitte nächster Woche fertig sein

Baumkletterer starten Pflege an gesperrter Edersee-Randstraße

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Das Team der Firma „Baumläufer“ pflegt und fällt die von der Expertenkommission markierten Bäume am Edersee: jeden auf individuell bestimmte Art und Weise. Unser Bild zeigt während einer Pause am Boden (von links) Michael Opper, Marc Kohlstätt und Carl-Henning Natrup mit Praktikant Kilian Helmig.  

Edersee – Seit Mittwoch heulen die Motorsägen an der Edersee-Randstraße. „Am Dienstag mussten wir den Einsatz absagen wegen des Sturms. Es ist so schon gefährlich genug“, sagt Matthias Möller, Besitzer des nach ihm benannten Willinger Forstunternehmens.

Er erhielt den Auftrag für die aufwendigen Pflegearbeiten an den Steilhängen zwischen Dorfstelle Berich und Nieder-Werbe. Möller organisierte sich dafür Verstärkung von den Baumkletterern der Firma „BaumLäufer“ aus dem Knüllwald.

„Bis Mitte nächster Woche wollen wir fertig sein“, meinte Möller beim Ortstermin mit Marco Lingemann von HessenMobil sowie den Bürgermeistern Jürgen Vollbracht (Waldeck) und Klaus Gier (Edertal).

Claudia Unger vom Tourismusbüro Waldeck zeigte sich erleichtert. Denn so bleibt ein zeitlicher Puffer für die Aufräumarbeiten. Das erhält die große Chance darauf, dass die Randstraße, wie geplant, zum 1. März wieder frei gegeben werden kann. Vorausgesetzt, Schnee oder starker Frost werfen den Zeitplan der Unternehmen nicht um.

„Wir erhalten ständig Anfragen von Gästen zur gesperrten Randstraße“, berichtet Unger. Der Deutsche Wandertag in Bad Wildungen Anfang Juli spiegele sich darin bereits wider. „Die Leute wollen wissen, ob die Straße bis dahin wieder frei ist und ob sie im Wald wandern können“, erklärt die Leiterin des Tourismusbüros.

Schließlich haben die Behörden auch zwei beliebte Wanderwege am Edersee wegen des Buchensterbens und der daraus resultierenden Gefahr offiziell gesperrt: die Hammerbergroute zwischen Sperrmauer und Rehbach sowie den Urwaldsteig zwischen Nieder-Werbe und Waldecker Kanzel.

Geplant ist, dass die Firma Möller im Anschluss an die Arbeiten jetzt ihren Einsatz am Hammerbergweg fortsetzt. Anders als an der Randstraße, wo allein Handarbeit angezeigt ist, lässt sich an der Edertaler Strecke mobiles Spezialgerät verwenden.

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