Bauarbeiten in Nieder-Werbe im Zeitplan

Brücke wird saniert: Nadelöhr am Edersee fast die gesamten Sommerferien dicht

Bis Mitte Juli dicht: Die Werbebrücke wird unter Vollsperrung saniert. Der Verkehr von Nieder-Werbe nach Scheid und Basdorf wird weiträumig umgeleitet. Foto: Conny Höhne

Edersee. Die rund dreimonatigen Bauarbeiten an der Werbebrücke in Nieder-Werbe liegen im Zeitplan. Schneller als angekündigt geht es aber wohl nicht.

Das Nadelöhr am Edersee bleibt noch Ende Juli für den Durchgangsverkehr gesperrt, und damit fast die gesamten hessischen Sommerferien.

Mitarbeiter der beauftragen Baufirma haben seit Anfang Mai die Brückenkappen abgebrochen und die Fahrbahn abgefräst. Der Baukörper ist somit vorbereitet für die eigentliche Sanierung. „Wir haben in einigen Teilbereichen vor der Brücke unterschiedliche Asphaltschichten vorgefunden“, erläutert Hort Sinemus Sprecher der Bad Arolser Verkehrsbehörde Hessen Mobil, kleinere Überraschungen nach dem Beginn der Arbeiten.

 Das brachte zwar den Zeitplan nicht ins Wanken, aber die verschiedenen Schichten müssten separat entsorgt und aufbereitet werden. In Kürze geht es an den Unterbau der 56 Jahre alten Brücke über den Werbebach.

Ein Behelfssteg direkt neben der Werbebrücke lässt Fußgänger und Radfahrer die Baustelle ohne Umweg passieren. Der Kraftfahrzeugverkehr von Nieder-Werbe nach Scheid und Basdorf indes wird weiträumig umgeleitet über Sachsenhausen und Alraft. 

Nach der reinen Brückensanierung beginnt voraussichtlich am 13. Juli der zweite Bauabschnitt. Dann wird die Fahrbahn in Richtung Basdorf auf 290 Metern erneuert. Die Halbinsel Scheid ist dann bis zum 27. Juli nur aus Richtung Nieder-Werbe/Edersee erreichbar.

Kein Provisorium an der Baustelle

Bei lebhaftem Ausflugsverkehr staut sich regelmäßig der Verkehr an dem Nadelöhr am Edersee. Die Baustelle an den Wochenenden provisorisch für den Durchgangsverkehr zu öffnen, wenn Bauarbeiter ohnehin nicht im Einsatz sind, ist aber laut Sinemus kein Thema bei der Straßenverkehrsbehörde. „Die Verkehrssicherheit lässt das nicht zu.“ 

Der Aufwand für die Baufirma sei dafür außergewöhnlich hoch, denn dann müssten offen liegende Versorgungsleitungen geschlossen und Gräben zugeschüttet werden.

Sinemus zeigt sich dennoch zuversichtlich über eine reibungslose Sanierung des 500 000 Euro-Projekts: „Wir sind bestrebt, das zügig abzuarbeiten, um Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.“ 

Die schmale und marode Kreisstraße 20 über Ober-Werbe ist beliebte Abkürzung und insbesondere an Wochenenden oft überlastet. Dort ist es im Begegnungsverkehr und in den Serpentinen kurz vor dem Dorf bereits zu brenzligen Situationen und Kollisionen gekommen.

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