Gedanken um das Lebenselexier

Schüler, Lehrer und Künstler gestalten  Ausstellung rund ums Wasser in Sachsenhausen

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Kreativ rund ums Wasser waren kleine und große Künstler. 

Waldeck-Sachsenhausen – „Wasser ist wichtig für uns, es ist unser Lebenselixier“, erklärte Nermin Akkus, Schulleiterin der Mittelpunktschule Sachsenhausen, bei der Eröffnung der Ausstellung Wasser in den Räumen des Veltum Cube.

Die MPS gestaltete gemeinsam mit dem Kunstverein der Hansestadt Korbach die umfangreiche Ausstellung, die noch bis zum 16. Juni besucht werden kann.

Für uns sei Wasser selbstverständlich, sagte Akkus. Dies sei allerdings nicht überall auf der Welt der Fall. „Erst in der Wüste erkennt man den Geschmack des Wassers“, zitierte sie ein jüdisches Sprichwort.

Michael Preusse-Song, Vorsitzender des Kunstvereins Korbach, gab einen kulturgeschichtlichen Rückblick über die Bedeutung des Wassers. Die alten Hochkulturen seien in Ägypten und Mesopotamien an den Flüssen Nil, Euphrat und Tigris entstanden. Mit dem Nilgott Hapi hatte es zugleich eine religiöse Bedeutung. Später wurde die Technik zur Beherrschung der Naturgewalt Wasser eingesetzt.

Bedeutend sei das Element auch für die Kunstgeschichte gewesen: Es habe in allen Epochen eine wichtige Rolle in Literatur, Malerei und bildender Kunst gespielt. Mit der Bedrohung der natürlichen Umwelt habe sich die künstlerische Darstellung des Wassers verändert.

Schüler der MPS am mobilen Wasserrucksack Paul. Foto: Jörg Schüttler

Preusse-Song betonte, dass die Ausstellung das Ergebnis von pädagogischer und künstlerischer Aufarbeitung sei. Ulrike Gründel als Kuratorin der Ausstellung habe „Großartiges geleistet“. Den zahlreichen Besuchern, darunter auch frühere Lehrer der MPS, wünschte er „viele kreative Gedanken“ bei der Betrachtung der Exponate.

„Die Ausstellung gibt uns viele Anregungen, die wir mit in unseren Alltag nehmen können“, unterstrich Hausherr Stefan Veltum.

Professor Dr. Franz Bernd Frechen von der Universität Kassel stellte den von ihm entwickelten mobilen Wasserrucksack „Paul“ (Portable Aqua Unit for Lifesaving) vor. Das 23 Kilogramm leichte Wasseraufbereitungsgerät verwandelt durch Filterung verschmutztes Wasser in sauberes Trinkwasser und benötigt dazu weder Strom noch Chemikalien. Viele Hilfsorganisationen nutzten dieses Gerät in Katastrophengebieten. Anhand einer bildlichen Gebrauchsanweisung könne es auch von Menschen bedient werden, die des Lesens und Schreibens nicht kundig sind.

Mit dem „Wasserkreislauf“ gab die erste Klasse der MPS eine tänzerische Einlage, in der Wolken, Regen, Sonnenschein und Verdunstung dargestellt wurden. Musikalisch wurde die Feierstunde vom Projektchor der Klassen 1 bis 5 unter Leitung von Ester Jung mit den Liedern „Ich bin ein kleiner Tropfen“ und „Regentau und Schnee“ umrahmt.

 

Kreativ rund ums Thema Wasser: Oben ein Plastikfisch der Klasse 2 A, unten Kuratorin Ulrike Gründel vor einem Bild von Ulrike Brand-Maydorn und Schüler der MPS am mobilen Wasserrucksack Paul. Fotos: Jörg Schüttler

Das Thema Wasser wurde zur Vorbereitung der Ausstellung mit verschiedenen Schwerpunkten im Unterricht der MPS Sachsenhausen behandelt. Die Schüler gestalteten Objekte, malten Bilder und sammelten Sprichwörter. Gemeinsam mit dem im vorigen Jahr gegründeten Kunstverein der Hansestadt Korbach stellten Schüler und Lehrer die Ausstellung zusammen.

Die Vorbereitung dauerte über ein halbes Jahr, so Kuratorin Ulrike Gründel, denn das Thema sei sehr umfassend. Gründel unterrichtete früher selbst an der MPS. Bis zum 16. Juni sind zahlreiche Gemälde, Fotos, Collagen und sonstige Kunstwerke zu sehen. Ein literarischer Abend zum Thema Wasser findet am 29. Mai um 19.30 Uhr im Veltum Cube statt.

Geöffnet ist die Ausstellung bis zum 16. Juni jeweils montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr, freitags von 8 bis 15 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr.

VON JÖRG SCHÜTTLER

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