"Kirche unterwegs" plant Spange zum Rehbach

Stadt Waldeck kauft Grundstück: Wiese am Edersee für Tourismus nutzen

Chancen für eine neue Entwicklung der Halbinsel Scheid: Bürgermeister Jürgen Vollbracht vor dem Grundstück an der Liegewiese, das die Stadt Waldeck erworben hat. Foto: Conny Höhne

Waldeck-Scheid – Die Stadt Waldeck hat das Grundstück erworben, das an die Liegewiese der Halbinsel Scheid angrenzt.

Das rund ein Hektar große Areal eröffnet gerade im Hinblick auf den Umzug der „Kirche unterwegs“ neue Perspektiven. Das Stadtparlament stimmte dem Kauf im nicht öffentlichen Teil der letzten Sitzung vor der Sommerpause zu, teilte Bürgermeister Jürgen Vollbracht mit.

Bisher hatte die Stadt die Wiese gepachtet, sie diente als Hundestrand. „Der Eigentümer wollte sie aber einer anderen Nutzung zuführen“, sagte Vollbracht. Für den Tourismus am Edersee und den Wanderweg von der Loreley sei dieses Grundstück aber von Bedeutung. „Jetzt kann die Fläche neu entwickelt werden“, signalisiert der Bürgermeister.

Ideen gibt es schon. „Der Hundebereich könnte nach hinten verlagert werden.“ Das schaffe Freiraum für die Kirche, die einen Neubau oberhalb der Liegewiese plant und die Fläche mit nutzen könne. Die Stadt Waldeck hatte mit der Kirche einen Grundstücks-Tauschvertrag abgeschlossen. „Er wird erst wirksam, wenn gebaut wird“, informiert Vollbracht.

Der Ortsbeirat hatte einen einen Rundwanderweg an der Seeseite vorgeschlagen. Der sei aber vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt abgelehnt worden, merkte der Bürgermeister an.

"Kirche unterwegs" plant für den Neubau am Edersee eine Spange von Halbinsel Scheid zum Rehbach

 

Die „Kirche unterwegs“ hat aktuell ihre letzte Saison am bisherigen Standort in der eng bebauten Ortsmitte der Halbinsel Scheid. „2021 planen wir den Einzug in den Neubau“, signalisiert Peter Dietrich. Das falle in das Jahr des 50-jährigen Bestehens der „Kirche im Grünen“. 

Nach aktuellen Planungen soll im nächsten Jahr das Kirchenzelt für die Urlauberseelsorge am Edersee aufgebaut werden. Das gewohnt umfangreiche Programm soll eingebunden werden in das Jubiläum „100 Jahre Besiedlung auf Scheid“ in 2020. 

Dietrich rechnet mit dem Baubeginn für das neue Kirchengebäude in 2019/20. Geplant ist ein Gebäudeensemble für Gottesdienste, Tagungen und Veranstaltungen, entsprechenden Nebenräumen und mit Zimmern zur Beherbergung der ehrenamtlichen Mitarbeiter. 

Die Landessynode der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck gab schon im Februar 2016 grünes Licht für den Neubau. 

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Bis zur erforderlichen Änderung des Bebauungsplans durch die Stadt Waldeck gingen über drei Jahre ins Land. 

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„Ich bin guten Mutes, dass mit neuen Administratoren neue Offenheit einkehrt und wir gemeinsam einen guten Weg finden“, freut sich Dietrich auf einen baldigen Start. Mit einkalkulierten Kostensteigerungen geht er von einem Gesamtvolumen von 2,4 Millionen Euro aus. 

Für den neuen Standort nahe am Edersee wurden bereits Ideen geschmiedet. „Wir wollen eine Spange zum Rehbach herstellen,“ deutet der Urlauberseelsorger an. Mit der Ederseefähre, die zwischen Scheid und Rehbach unterwegs ist, seien Gäste und Einheimische angebunden an die vielfältigen Angebote der „Kirche unterwegs“. 

Die bisherigen Planungen sollen in dieser Woche in Gesprächen im Waldecker Rathaus erörtert werden. Dietrich geht zuversichtlich in die Verhandlungen: „Wir finden mit Sicherheit einen Konsens."

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