An drei Investoren

Stadt Waldeck will Land verpachten für Bau von bis zu fünf Windrädern

Weg frei für bis zu fünf Windräder: Windvorrangflächen in städtischem Besitz sollen verpachtet werden. SymbolFoto: jens Büttner/dpa

Waldeck – Die Stadt Waldeck will Land verpachten für den Bau von Windenergieanlagen.

Acht deutschlandweit ansässige Investoren, darunter zwei aus der Region, haben Interesse bekundet am Bau von Windenergieanlagen auf städtischen Flächen. Drei Bewerbern sollen Pachtflächen in den Windvorranggebieten an Tanzplatz, Schwarzer Bruch und Heitzelsberg angeboten werden. Das beschloss die Stadtverordnetenversammlung am Dienstagabend im Dorfgemeinschaftshaus Netze im nicht öffentlichen Teil der Sitzung.

Wie Bürgermeister Jürgen Vollbracht mitteilte, handelet es sich um die drei Höchstbietenden. Die Fläche am Heitzelberg soll an die PNE aus Cuxhafen verpachtet werden, das Areal am Schwarzen Bruch an das Freienhagener Unternehmen Bürgerwind. Auf beiden Flächen kann jeweils eine Anlage entstehen. Auf dem Tanzplatz, der an Green City aus München gehen soll, sind maximal drei Anlagen möglich.

Alle drei Investoren haben bereits Grundstücke in diesen Bereichen, sagte Bürgermeister Vollbracht. Wenn dazu die städtischen Flächen kommen, lassen sich Synergien nutzen, vor allem beim Bau der nötigen Erschließungswege. Alle drei Investoren wollen laut Vollbracht zu Informationsveranstaltungen einladen. Die Unternehmen „haben unterschiedliche Modelle, wie sich Bürger beteiligen können.“ Claus Wetekam, Hauptabteilungsleiter im Rathaus, sagte: „Die höchste Form der Bürgerbeteiligung ist, dass die Einnahmen der Pacht direkt an die Stadt Waldeck und damit an die Bürger fließen.“

Der Magistrat wurde beauftragt, den Investoren das Land zur Pacht anzubieten. Kommen die Verträge zustande, werden sie dem Stadtparlament zum Beschluss vorgelegt.

Nach derzeitigem Stand sind 166 Meter hohe Anlagen geplant. Bis die Energietürme aber genehmigt und gebaut werden können, gehen nach Prognosen des Bürgermeisters mehrere Jahre ins Land.

Zuschauer der Sitzung äußerten gegenüber der WLZ Kritik am Ausschluss der Öffentlichkeit. Das verhindere Transparenz bei diesem wichtigen Thema.

Der Bürgermeister hielt entgegen, dass es nicht um die Windenergie an sich ging sondern um Details für die Verpachtung. „Namen und Preise sollten nicht öffentlich genannt werden.“

Wie Verpachtung der Windvorrangflächen ist willkommene Einnahmequelle für den Haushalt, insbesondere weil Gewinne aus dem Stadtwald wegbrechen. Bürgermeister Jürgen Vollbracht rechnet „mit Kraftanstrengungen, um unseren Wald wieder aufzuforsten. Dafür brauchen wir Einnahmen, sonst funktioniert das nicht.“ 

Neue Möglichkeiten eröffnen laut Claus Wetekam auch Energietürme im Wald, denn der Flächenverbrauch sei längst nicht mehr so groß wie in früheren Zeiten. „Bis zu einem Hektar müsste pro Anlage gerodet werden.

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