Corona im Landkreis Waldeck-Frankenberg

Trotz Corona: Live-Musik statt Instagram auf Edersee-Wiese - Publikum hält Abstände ein

Corona in Waldeck-Frankenberg: Live-Musik statt Instagram am Edersee
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Live von der Wiese: Peter Stumpe in Aktion.

Trotz Corona - Live-Musik am Edersee in Waldeck-Frankenberg: „Hallo Nieder-Werbe, schön euch alle zu hören“, begrüßte Musiker Peter Stumpe seine Zuschauer.

Nieder-Werbe –  Viele Zuschauer verfolgten das stimmungsvolle Live-Konzert, welches Musiker Peter Stumpe auf seinem Grundstück gab, mit entsprechendem Abstand von der angrenzenden Wiese und Straße aus sowie von den Balkonen ihrer Häuser.

„Es ist wichtig, in diesen schwierigen Zeiten ein Zeichen zu setzen“, so der Musiker und bat die Zuschauer wegen des Coronavirus den nötigen Abstand zum Nachbarn einzuhalten. Etliche waren auch bei dem herrlichen Frühlingswetter mit ihren Fahrrädern angereist. „Wir haben Ostwind, das ist ganz gut, so bekommt der Süden des Dorfes auch noch was mit“, wandte er sich an die Zuhörer, die das Konzert von zu Hause aus verfolgten. „Jetzt gibt‘s ein wenig Country-Musik“, versprach Stumpe, und stimmte zum Auftakt mit „Ring of Fire“ den wohl bekanntesten Song von Johnny Cash aus dem Jahre 1963 an. Mit „Anita“ von Costa Cordalis folgte ein Ausflug in die Welt des deutschen Schlagers.

Corona in Waldeck-Frankenberg: Kräftiger Applaus und „Zugabe“-Rufe

Bei der Ankündigung von „Endstation Sehnsucht“ von der Schlagerband Fantasy bemerkte Stumpe, dass sich sein Sohn gerade in Österreich aufhalte und nicht ausreisen dürfe. Mit „Sweet Caroline“ von Neil Diamond stimmte er anschließend einen Titel an, der von zahlreichen Sportveranstaltungen bekannt ist.

„Jetzt gibt es Tapetenwechsel“, so der vielseitige Musiker und spielte mit Gitarre und Keyboard bekannte Rock-Titel wie „La Grange“ von ZZ Top, „Johnny be Good“ von Chuck Berry und „House of the rising sun“ von Alec Hudson and the Animals. Mit „Green Onions“ von Booker T. & the M. G.‘s hatte Stumpe einen Instrumental-Titel aus dem Jahre 1962 in seinem vielfältigen Repertoire, der auch als Soundtrack für zahlreiche Filme verwendet wurde.

Das Publikum quittierte es mit kräftigem Applaus. Aus der Ferne hörte man zahlreiche „Zugabe“-Rufe. Mit „Eins“ und „Wieder hier“ folgten zum Abschluss zwei bekannte Titel von Marius Müller-Westernhagen. „Ich habe viel Spaß gehabt. Passt gut auf euch auf“, verabschiedete sich Stumpe von seinen Zuhörern und versprach: „Es kommen auch wieder bessere Zeiten für Nieder-Werbe.“

Corona in Waldeck-Frankenberg: „Die Resonanz war überwältigend“

Das Event hatte Stumpe mit Ortsbeirat und Nachbarn abgesprochen, die sofort begeistert waren. Bereits seit über 50 Jahren ist Peter Stumpe, der als 16-Jähriger seinen ersten Auftritt in der Stadthalle in Korbach hatte, in der Musikszene aktiv. Seine größten Erfolge hatte er mit der Band „Respect“, mit denen er auch auf vielen Wohltätigkeitskonzerten auftrat. Weitere Auftritte hatte er unter anderem beim Altstadtkulturfest in Korbach, IAS-Sommerfest in Sachsenhausen und im südhessischen Nauheim, wo er eine spanische Flamenco-Gruppe am Cachon begleitete.

Instagram-Account im Wohnzimmer ist nicht so mein Ding. Ich wollte hier live ein Konzert spielen, welches akustisch im ganzen Dorf rüberkommt“, verrät Stumpe. Die Nieder-Werber waren von dem Open-Air-Konzert bei schönstem Frühlingswetter begeistert. „Die Resonanz war überwältigend“, äußert sich der Vollblutmusiker im Anschluss dankbar. Auch Ortsvorsteher Marko Drebes freute sich: „Die Idee ist super und absolut wichtig für die Stärkung der Dorfgemeinschaft. Wir müssen jetzt alle zusammen stehen.“

-sj-

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