Viele Gäste kommen zur Wachstation in der Waldecker Bucht:

DLRG an Edersee und Twistesee startet stark vernetzt in die Wachsaison

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Die Waldecker DLRG und Landesverbandspräsident Michael Hohmann luden Ehrengäste anlässlich der Eröffnung der Wachsaison zu einer Rundfahrt mit dem neuen Motorrettungsboot ein.

Edersee. Der Sommer kann kommen und tut es diese Woche hoffentlich auch. Die DLRG an Eder- und Twistesee ist gerüstet und hat offiziell am Sonntag die Saison eröffnet; in traditioneller Weise mit vielen Ehrengästen in der Waldecker Wachstation.

„Manche wundern sich, wie wir pro Jahr auf 40 000 geleistete Stunden kommen, aber das erklärt sich leicht“, sagte Klaus Schultze von der Station in der Waldecker Bucht. In der achtwöchigen Saison schieben die Lebensretter an den Seen rund um die Uhr Wache in einer Stärke von 16 bis 18 Personen.

DLRG-Aktive aus ganz Hessen

Aus ganz Hessen bringen sich aktive Mitglieder in diese Dienste ein. „Manchem gefällt es bei uns am See so gut, dass er jedes Jahr für mehrere Tage oder Wochen herkommt – und plötzlich sind 40 Jahre vergangen“, sagte Schultze. Er münzte seine Bemerkung auf Bernhard Simon und ehrte ihn für dessen vier Jahrzehnte andauerndes Engagement, das auch 2018 weiter geht.

Gerd Kontner und Heinz Wittwer vom Waldecker Triathlon, dessen 35. Ausgabe am Samstag in beeindruckender, begeisternder Manier über die Bühne ging, erweiterten den Dank auf alle DLRG-Kräfte und die in großer Zahl erschienenen Feuerwehrleute. „Ohne euch alle könnten wir diese Veranstaltung nicht durchführen“, unterstrich Kontner. Grußworte gleichen Inhalts überbrachte Winfried Geisler als Vorsitzender des Regionalverbandes Eder-Diemel und bat zudem alle weiter um Unterstützung im Ringen um mehr Wasser im Edersee. Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese, Edertals Bürgermeister Klaus Gier und Waldecks Stadtrat Bruno Arlt hoben vereint die Verdienste der Lebensretter hervor. Ohne ehrenamtliche Hilfsorganisationen könne der Staat die hohe Qualität der Sicherheit für die Menschen hierzulande nicht aufrecht erhalten. „Das wäre nicht bezahlbar und wir fänden die Leute nicht“, sagte Gier.

Zusammenarbeit vorbildlich

Frese hält eine „Anerkennungskultur“ im Gegenzug für selbstverständlich und unverzichtbar: „Und wir haben für eine gute Ausstattung der Ehrenamtlichen zu sorgen.“ Dafür seien die Ohren von Kommunen und Kreis stets offen, versicherte Arlt.

„Ich wünschte, die Zusammenarbeit zwischen DLRG, anderen Hilfsorganisationen und der öffentlichen Hand liefe überall in Hessen so gut wie hier bei Ihnen“, kommentierte der neue Präsident des DLRG-Landesverbandes Michael Hohmann.

Ein weiteres aktuelles Beispiel nach der Beschaffung des neuen Motorrettungsbootes 2017 seien die Anfang 2018 rasch gefassten Beschlüsse von Kreis und Kommunen zur Station Rehbach. Geld für Sanierung und einen neuen Steg wurden bereit gestellt. „Für den Diemelsee werden wir auch wieder eine Lösung finden“, sprach Frese den einzigen wunden Punkt in dieser Frage an.

Denn am Diemelsee gibt es mangels Einsatzkräften der Korbacher DLRG und wegen Reibungen zwischen der Ortsgruppe und Vertretern der öffentlichen Hand 2018 keinen Wachdienst.

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