Bürgermeister hält von Anwohnern geführte Debatte für überzogen

 "Drei Container sind für Scheid verkraftbar"

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Der leere Edersee bei Niederwerbe, rechts im Bild die Halbinsel Scheid. Ist die Gegend zu einsam für Flüchtlingscontainer? Anwohner der Halbinsel sagen  "ja", Bürgermeister und Magistrat halten drei Container für insgesamt maximal 18 Asylbewerber für verkraftbar.

Eine Reihe von Grundstückseigentümern auf Scheid hält nichts davon, auf dem stadteigenen Campingplatzgelände drei Wohncontainer für Flüchtlinge aufzustellen.

Dr. Achim Brühne, der ein Haus auf der Halbinsel besitzt, erkundigte sich bei Immobilienmaklern. „Ein Containerdorf senkt den Wert der Grundstücke, ist ihre Aussage“, sagt er. In Ballungsräumen wie Frankfurt seien Einrichtungen für Flüchtlinge dagegen eingepreist. Ein zweites stichhaltiges Contra-Argument sieht Brühne in der Abgelegenheit der Halbinsel. Integration sei kaum zu leisten, weil Scheid schwach an den Busverkehr angebunden sei und es nach Saisonende an jeglicher Infrastruktur mangele, von der Gaststätte bis zum Geschäft. Bürgermeister Jörg Feldmann hält die Diskussion für „völlig überzogen. Sorge um Immobilienwerte? Das kann ich weder bestätigen noch dementieren.“ Damit lasse sich gegen vieles argumentieren, auch gegen Straßenbau oder Windkraft. Die Container stünden als Notlösung parat, wenn Flüchtlinge nicht mehr anders in Waldeck untergebracht werden könnten. Der Stadt liege aktuell eine Reihe von Wohnungsangeboten vor, die sie prüfe. Vor der Frage der Integration gehe es um die Verpflichtung der Stadt, die Asylbewerber menschenwürdig unterzubringen. 12 bis 18 Flüchtlinge in drei Containern seien für Scheid mit seinen 144 Erstwohnsitz-Bürgern verkraftbar, meinen Bürgermeister und Magistrat.

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