Regulärer Betrieb startet am 30. März:

Edersee ist schön voll und die Fähre Rehbach-Scheid legt ab

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Die Ederseefähre wurde am Freitag zu Wasser gelassen für die neue Saison.

Edersee – Am Wochenende startet die Ederseefähre zwischen Scheid und Rehbach in die Saison.

Ab 30. März setzen dann Wanderer und Fahrradfahrer wieder täglich zwischen Scheid und Rehbach über: in der Woche von 11 bis 17 Uhr, an Wochenenden, Feier- und Brückentagen von 10 bis 18 Uhr. Im Juli und August dehnt sich die Fährzeit auf 10 bis 18 Uhr aus.

Im vergangenen Jahr feierte das Verkehrsmittel auf der Liegewiese der Halbinsel Scheid sein zehnjähriges Bestehen. Es gab zahlreiche Stände von Kunsthandwerkern, eine Ausstellung alter Traktoren und ein abwechslungsreiches Musikprogramm. Viele Besucher fanden sich ein, dessen Höhepunkt eine Schiffstaufe war: Ein neues Fährboot wurde offiziell in Dienst gestellt, das die Marburgerin Brigitte Busch, die seit 1946 an den Edersee kommt, mit Bier auf den Namen „Hol über 2“ taufte. Das solarbetriebene Boot befördert bis zu 12 Fahrgäste.

Auf dem Trockenen: Fährleutetreffen im November am leeren Edersee. Foto: Rolf Purpar/pr

Im November folgte am Edersee das 31. Deutsche Fährleutetreffen, das Karl Suck und der Fährverein organisierten. Neben Fachvorträgen wurde den mehr als 70 Binnenschiffern, die aus ganz Deutschland angereist waren, ein interessantes Besichtigungsprogramm rund um den Edersee und in Willingen geboten. Allerdings war die Ederseefähre zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr im Einsatz. Wegen des niedrigen Wasserstandes stellte sie Mitte September den Betrieb ein.

Voll, auch hier am Einstieg zur "Taucherzone 2": die Edertalsperre

Aktuell freuen sich Fahrgäste und Fährleute über einen hohen Pegel, der allerdings die letzten 1,5 Meter bis zum Überlaufen vorerst nicht übersteigt. Weil die Phase der Niederschläge beendet ist, hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt am Freitag die Abgabe von 60 bis 70 Kubikmetern pro Sekunde aus den letzten Tagen auf 17 Kubikmeter gedrosselt.

Der Füllstand der Talsperre bewegt sich seit Wochen stabil etwas über der Marke, die zum Schutz vor Hochwasser eingehalten wird. Damit befinden sich stets 25 bis 30 Millionen Kubikmeter mehr im See als im langjährigen Durchschnitt. Aktuell liegt die gespeicherte Menge rund 70 Millionen Kubikmeter oberhalb der „Triggerlinie“. Diese Kurve beschreibt die Füllstände, ab denen eine sparsamere Bewirtschaftung der Talsperre greift mit Absenkung des Abflusses auf die Mindestabgabe. Diese beträgt bisher 6 Kubikmeter pro Sekunde, wurde im Testbetrieb vorigen Herbst und Winter aber auf 4 Kubikmeter abgesenkt.

Für den Verlauf der Sommersaison lässt der derzeitige Wasserstand demnach hoffen. Allerdings: Voriges Jahr befand sich der See in der gleichen Lage und dann folgte die Monate andauernde Dürreperiode.  -js/su-

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