Im Sachsenhäuser Veltum-Cube werden Architekten-Entwürfe ausgestellt

Faszinierende Ideen: Wohnen mit der Natur auf der Halbinsel Scheid am Edersee

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Florian Christ, Christoph Hesse, Petra und Stefan Veltum und Jörg Kleine mit unter anderen (vorne) dem „Yin und Yang“-Haus des Österreichers Chris Precht.

SACHSENHAUSEN. Hausentwürfe für ein Leben in und mit der Natur sind in einer Architekturausstellung im Veltum-Cube zu sehen.

Die Konzepte unter dem Titel „20 Ways of Life“ beziehen sich auf ein Bauprojekt auf der Halbinsel Scheid, wo eine drei Hektar große Fläche oberhalb der Liegewiese bebaut werden soll.

Im Blick seien Interessenten aller Einkommensschichten. „Das ist keine Siedlung, die sich an einem gewissen Klientel orientiert.“ sagte Architekt Christoph Hesse, der auch in Korbach den Hanseplatz mitgestaltete, bei der Eröffnung der Ausstellung. Den Baubeginn peilt er in 2019 an. Präsentiert werden verschiedene Objekte internationaler Architekturbüros wie beispielsweise ein „Living Garden House“, ein „Einraum Haus“ oder ein von einem Bücherregal inspiriertes „Zehnstöckiges Haus“ zu sehen. Einem Konzept mit dem Titel „Von der Wurzel zur Krone“ diente ein Baumhaus als Vorbild.

Hesse betonte, dass die Gegend um den Edersee laut EU-Kommission zu den innovativsten Regionen Europas zählte. „Man kann hier nicht nur gut arbeiten, sondern auch gut leben.“ Ein Haus stehe niemals für sich allein, erläuterte er bei der Ausstellungseröffnung sein Konzept. „Der Geist des Ortes – Genius loci – steht bei uns an erster Stelle. Daraus versuchen wir uns Inspiration zu holen.“

Hesse betreibt in Korbach ein Architekturbüro mit 15 Mitarbeitern und eine Außenstelle in Berlin. 2016 wurde Hesse mit dem „Deutschen Fassadenpreis“ ausgezeichnet und mit dem von dem Deutschen Rat für Formgebung vergebenen „Iconic Award“.

Während seines Studiums an der amerikanische Harvard Universität knüpfte er Kontakte zu Architekten aus verschiedenen Ländern. Unternehmer und Hausherr Stefan Veltum strich die überregionale Bedeutung der Ausstellung heraus. „Den ersten Kontakt zu dem Projekt hatten wir bei der Documenta in Kassel.“ 2019 sei die Ausstellung in Warschau zu sehen. Im Anschluss hielt fino-Digital Gründer Florian Christ einen Impulsvortrag über sein Start-up in Kassel. Moderiert wurde die Eröffnung von Jörg Kleine

Die Ausstellung ist bis Ende Dezember von Montag bis Donnerstag von 7 bis 17 Uhr und am Freitag von 7 bis 15 Uhr im Veltum Cube zu sehen. (sj)

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