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Fotos vom leeren Edersee 1953 neu in der Dorfstube von Nieder-Werbe bei Waldeck zu sehen

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Die Bringhäuser „Liebesinsel“ (rechts oben) auf dem Trockenen: Anblick aus dem Herbst des Jahres 1953.
Die Bringhäuser „Liebesinsel“ (rechts oben) auf dem Trockenen: Anblick aus dem Herbst des Jahres 1953. © Inge Seidlitz-Zahn/pr

Das Team von der Nieder-Werber Dorfstube bei Waldeck am Edersee freut sich über mehrere historische Fotos der leeren Talsperre, die ab sofort in der Dauerausstellung zu sehen sind.

Edersee/Bad Wildungen – Inge Seidlitz-Zahn aus Reinhardshausen übergab an Reinhold Nordmeier Aufnahmen, auf denen die Halbinsel Scheid und der leere Edersee bei Niedrigwasserstand im Herbst 1953 abgebildet sind. Sie stammen von ihrem Vater, Fischermeister Hans-Joachim Seidlitz, der als Pionier der modernen Ederseefischerei gilt und die Entwicklung von Scheid und dem gegenüberliegenden Rehbach maßgeblich mitgestaltet hat.

Seidlitz, 1909 in Berlin geboren, kam 1948 mit seiner Familie über einige Zwischenstationen nach Rehbach. Nach der Privatisierung des staatlichen Fischereibetriebes erhielt er im Februar 1950 den Zuschlag für die Fischereipacht am Edersee. Nachdem sein Sohn den Fischereibetrieb übernommen hatte, baute er 1969 auf Scheid den Campingplatz Hohe Pappel auf. Hans-Joachim Seidlitz verzog 1986 nach Reinhardshausen und verstarb 2006.

Bilder des Edersees von der Preußischen Landesvermessungsanstalt

In der 1995 eröffneten Nieder-Werber Dorfstube gibt es unter anderem in mehreren Räumen die Ausstellung „Vom Flachs zum Leinen“, eine Schuhmacherwerkstatt, eine „Gute Stube“ und „Großmutters Küche“, Utensilien der Freiwilligen Feuerwehr und einen noch funktionsfähigen Webstuhl aus dem Jahr 1780 zu sehen. Zahlreiche Gerätschaften dokumentieren die schwere Feldarbeit der früheren Generationen. Die umfangreiche Fotoausstellung zeigt die Entwicklung von Nieder-Werbe und der 1920 gegründeten Marinesiedlung Scheid sowie den Bau der Edertalsperre.

Teilweise sind die Bilder von der Preußischen Landvermessungsanstalt aufgenommen. Darunter sind auch Fotografien der untergegangen Dörfer Berich, Bringhausen und Asel. Das Heimatmuseum „Dorfstube“ ist in einem alten, sorgfältig restaurieren Bauernhaus in der Ortsmitte eingerichtet, dass unter Denkmalschutz steht. Fußböden, Türen, Lamperie und andere Bauteile sind im Original erhalten und in den alten Farben gestrichen worden. Die Dorfstube kann nach Vereinbarung besichtigt werden. Kontakt: Reinhold Nordmeier, Telefon 05634/7591, Hartmut Hey, Telefon 05634/8434633.  (sj)

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