Sieben Höringhäuser investieren im Rahmen einer GbR

Höringhäuser Dorfladen öffnet als „Bürgerladen“ wieder seine Türen

Sonderaktionen des Arbeitskreises, wie der Blumenmarkt im Frühjahr, gehörten stets zum Konzept des Höringhäuser Dorfladens. Er wird am 8. Februar nach einigen Monaten der Schließung wiedereröffnet – auf Basis eines neuen Organisationsmodells. Foto: pr/Archiv

Höringhausen. Nach der Schließung im vorigen Jahr kämpften die Höringhäuser ein weiteres Mal um ihren Dorfladen – und erneut mit Erfolg, vermeldet Falk Elkmann vom Arbeitskreis Dorfladen.

„Die Wiedereröffnung in Gestalt eines Bürgerladens kommt am 8. Februar“, berichtet er.

Zunächst habe der Arbeitskreis versucht, wie zuvor einen Privaten zu finden, der das Geschäft in voller eigener Verantwortung betreibt. Doch die Zeit lief den Engagierten am Ende davon, räumt Elkmann ein: „Viele Höringhäuser setzen sich für den Laden ein, aber die Suche nach einem neuen Betreiber gestaltete sich schwierig, und wir wollten die Motivation im Dorf erhalten.“

Sieben tragen die Investition

Darum wählte der Arbeitskreis das Modell des Bürgerladens. Sieben Höringhäuser bringen im Rahmen einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts das Geld für die nötigen Investitionen auf. Die GbR stellt Personal für den Dorfladen ein, bezahlt einige Umbauten und schafft den ersten Warenbestand an. Auf ihn entfallen rund 60 Prozent der Investitionskosten.

Andere Modelle geprüft

Andere Gesellschaftsformen wurden im Vorfeld geprüft. Sie böten laut Elkmann zwar bezüglich der Haftung Vorteile, doch das Modell „Bürgerladen“ erscheint für den Betrieb günstiger und war schneller zu verwirklichen.

Gesicherte Hinweise des Arbeitskreises darauf, dass der Dorfladen an diesem Standort rentabel zu führen ist, bilden die Grundlage für das neue Konstrukt. „Es ist kein Himmelfahrtskommando“, unterstreicht Elkmann. Das gilt umso mehr vor dem Hintergrund der breiten Unterstützung für das Projekt durch freiwillige Helfer. So übernehmen ehrenamtlich Tätige etwa die Buchhaltung. Schon in der Vergangenheit verankerte der Arbeitskreis durch eigene Aktionen das Geschäft im Bewusstsein der Dorfbevölkerung: Ein Beispiel dafür waren Weihnachtsbaumverkäufe am Laden, verbunden mit Würstchengrillen.

Fleischerei neu im Boot

Der bisherige Hauptzulieferer bleibt dem Laden erhalten, ebenso die heimische Bäckerei, die ihn mit Brot, Brötchen und weiteren Produkten bestückt. Neu hinzu kommt eine heimische Fleischerei, die ihre Waren künftig auch über den Höringhäuser Dorfladen verkauft.

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