Die uralte Eiche im See an der Waldecker Randstraße schwächelt

Kletterer rücken „Taucherbaum“ im Edersee zu Leibe

Totholz in der Krone: Dieses Archivbild zeigt den „Taucherbaum“ des Edersees bei niedrigem Wasserstand. Foto: Schuldt/Archiv

Edersee – Die betagte Eiche, die als "Taucherbaum" im Edersee bekannt ist, schwächelt offenbar.

Vor etwas mehr als einem Jahr verbreitete sich unter Edersee-Fans in den so genannten sozialen Netzwerken die Falschmeldung, das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt wolle den „Taucherbaum“ an der Waldecker Randstraße fällen. Die uralte Eiche gehört für die Tauchsportler zu den bevorzugten und traditionsreichsten Zielen der Talsperre.

Weil sich dort je nach Wasserstand und Wetter häufig Besucher auch ohne Tauchausrüstung aufhalten, rückt das WSA dem beliebten Laubbaum in der siebten Kalenderwoche tatsächlich zu Leibe. Allerdings nicht, um ihn zu fällen, sondern um ihn zu pflegen. Fehlendes Laub in der Krone zeigte auch im abgelaufenen Jahr an, dass einige dicke Äste der betagten Eiche abgestorben sind.

Das Amt lässt sie zurückschneiden, damit sie nicht irgendwann von alleine herabfallen und Menschen, die sich zufällig unter dem Baum aufhalten, verletzen.

Ein externer Gutachter habe sich zudem angeschaut, welche Auswirkungen auf die Eiche der Schwefelporling habe. Dabei handelt es sich um einen Pilz, der das Holz schädigt.

Ergebnis: Die Standsicherheit der Tauchereiche sei derzeitig nicht gefährdet. Das Entfernen des Totholzes aus der Krone verhindere das mögliche Brechen von Teilen des Baumes, heißt es in der Mitteilung des Wasserstraßen- und Schifffahrtamtes. Qualifizierte und erfahrene Baumkletterer seien mit den Arbeiten beauftragt. Sie wenden dazu Seilklettertechnik an.

Das Vorhaben sei mit der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis abgestimmt, fügt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt abschließend hinzu.  red/su

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