Förderanträge auf den Weg gebracht

Klosterpfad und Handy-App: Ober-Werber hoffen auf Zuschüsse für die Ruine

Flyer gedruckt, Ideen geschmiedet: Susanne Emden, Wilhelm Emden, Jens Heinemann, Friedrich Wiesemann, Lars Meermann und Gerhard Schaller von der Arbeitsgruppe zur Sanierung der Klosterruine in Ober-Werbe hoffen auf Zuschüsse zur Rettung des Wahrzeichens im Werbetal. Foto: Conny Höhne

Waldeck-Oberwerbe. Ein Jahr nach der Geberkonferenz zur Sanierung der Mauerreste der Klosteranlage hat die Arbeitsgruppe alle notwendigen Vorarbeiten abgeschlossen.

„Ein Flyer zur Sanierung wurde gedruckt, eine Idee zum Klosterrundgang erarbeitet und alle Förderanträge gestellt“, zog Wilhelm Emden als Ortsvorsteher und AG-Vorsitzender zufrieden Bilanz.

Die Stadt Waldeck als Eigentümerin des Klostergeländes habe für den Erhalt des Mauerwerks Anträge auf Fördergelder bei der Bundesrepublik Deutschland, dem Land Hessen und der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz eingereicht. „Eine Antwort ist nicht vor dem zweiten Quartal 2018 zu erwarten“, signalisiert Emden.

Nach einer Kostenschätzung werden für die Sanierung 250 000 Euro benötigt. „Diese Mittel sind ausschließlich für den Mauererhalt zu verwenden und werden nur bewilligt, wenn auch die Bedeutung des Denkmals an anderer Stelle besonders hervorgehoben wird.“

Rundweg von der Kirche zur Klosterruine 

Dafür hat die Arbeitsgruppe eine Idee entwickelt: Ein Klosterrundgang soll von der Kirche durch den Ort zur Klosterruine führen und die Besucher auf Infotafeln zu Kirche, Dorfgeschichte, Naturschutz und Klostergeschichte informieren.

Erweiterte Informationen sind über eine Handy-App geplant, die auch als Audioguide genutzt werden kann. Kosten: 38 000 Euro. Sie sollen über Fördergeld der EU und des Landes Hessen aus dem Programm Leader beantragt werden. Der Kellerwaldverein berate in Kürze über dieses Projekt. Bei einer Zustimmung würden 75 Prozent an Zuschüssen fließen.

Für die Sanierung des weithin sichtbaren Wahrzeichens im romantischen Werbetal haben die Stadt Waldeck 39 000 Euro und der Landkreis Waldeck-Frankenberg laut Emden 50 000 Euro im Haushalt des Jahres 2018 eingeplant. „Das ist ein gutes Zeichen und wird hoffentlich auch Wirkung für die Förderanträge bei EU, Bund, Land und dem Denkmalschutz zeigen“, gibt sich der Vorsitzende der Arbeitsgruppe zuversichtlich.

Nach Bewilligung der Anträge können steuerlich abzugsfähige Spendenbescheinigungen zur Klostersanierung ausgestellt werden.

Förderverein zur Rettung der Klosterruine ruft zu Spenden für das Wahrzeichen auf

Der Förderverein zur Rettung der Klosterruine freut sich auch weiterhin über Spenden auf das Konto „Klosterruine Ober-Werbe“, Konto-Nr. IBAN DE75 5236 0059 0000 5441 75. Ausführliche Informationen erteilt auf Wunsch Vorsitzender Wilhelm Emden unter Tel. 05634/286.

Die Dorfbewohner freuen sich bereits auf ein musikalisches Picknick am Freitag, 3. August, im Rahmen des Waldeckischen Kultursommers an der Ruine. „Diesmal hoffentlich bei besserem Wetter“, merkt Emden mit einem Schmunzeln an. Bei Dauerregen wurde nämlich die Premiere des „Picknicks in Gelb“ in 2017 spontan verlegt auf dem Bauernhof der Familie Emden im Dorf.

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