Leuchtturmprojekt und spiritueller Anker

Neue Kirche am Edersee von Bischöfin Dr. Beate Hofmann der Bestimmung übergeben

Kirche mit einer besonderen Botschaft: Peter Dietrich , Bischöfin Dr. Beate Hofmann und Bürgermeister Jürgen Vollbracht im Neubau am Edersee.
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Kirche mit einer besonderen Botschaft: Peter Dietrich , Bischöfin Dr. Beate Hofmann und Bürgermeister Jürgen Vollbracht im Neubau am Edersee.

Die neue Kirche am Edersee auf der Halbinsel Scheid wurde von Bischöfin Dr. Beate Hofmann ihrer Bestimmung übergeben.

Waldeck-Scheid – „Wir wollen diese ganz besondere Kirche ihrer Bestimmung übergeben. Dieser Ort hat eine Botschaft, die lautet, dass Kirche mit den Menschen unterwegs ist“ – das sagte Dr. Beate Hofmann, Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, bei der Eröffnung der neuen Kirche am See auf der Halbinsel Scheid. Die Kirche sei „offen, man kann einfach mal hineinschnuppern und einen Kaffee trinken“.

Bischöfin: „Wir wollen kooperativ arbeiten“

Hofmann lobte das Engagement von Peter Dietrich, der seit 25 Jahren die Kirche unterwegs auf Scheid leitet, und der vielen ehrenamtlichen Helfer, „die ihren Urlaub dafür hingeben.“ Es gehe darum, als Kirche „neue Kontaktflächen zu bieten“ und zu den Menschen zu gehen, wo sie am meisten gebraucht werde. „Wir sind keine geschlossene Gesellschaft. Wir wollen kooperativ arbeiten“, so die Bischöfin. Sie habe viele anerkennende Mails darüber bekommen, „was hier auf Scheid möglich ist.“

Dietrich dankte Architekt Professor Philipp Krebs aus Kassel, der in das Projekt „viele Ideen umgesetzt und Herzblut investiert“ habe. Krebs erläuterte den Bau, an dem viele heimische Handwerker und Firmen beteiligt waren: „Wir haben ein Haus, dass sich nach außen öffnet. Es ist als ein gemeinsames Werk in einem guten Geist entstanden.“ Das Gebäude biete Platz für Unterkunft, Gespräche, Musik, Kultur und Humor. Der Bau einer Kirche sei „das Größte in einer Architektenlaufbahn.“ Die Dekanin des Kirchenkreises Eder, Petra Hegmann, würdigte, dass die Verantwortlichen der Landeskirche, „diesen Bau gewagt“ haben, mit dem sich „neue Räume öffnen“ würden.

„Leuchtturmprojekt und spiritueller Anker“

Als einen „wunderbaren Ort, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen“, bezeichnete Waldecks Bürgermeister Jürgen Vollbracht die Kirche und überreichte als Präsent eine Luftaufnahme von der Halbinsel Scheid.

„Ich freue mich darüber, was hier auf Scheid mit der Kirche am See entstanden ist“, betonte der Nieder-Werber Ortsvorsteher Marko Drebes: „Sie haben immer offene Türen und bieten kulturelle und musikalische Angebote.“ Markus Schaller, Vorsitzender des Fördervereins „Nieder-Werbe Scheid“, bezeichnete die Kirche als „Leuchtturmprojekt und spirituellen Anker und Hafen auf dem Scheid.“

Bibelgarten mit Labyrinth ist noch geplant

Claus Günther, Geschäftsführer der Edersee-Touristik, hob die gute Zusammenarbeit mit der Kirche hervor, die sich auch in einem gemeinsamen Sommerprogramm ausdrücke. „Wir haben beim Anblick dieses schönen Gotteshauses den Sommer im Herzen“, meinte er auch mit Blick auf das regnerische Wetter. Dietrichs Vorgänger Willi Stiehl überreichte seinem Nachfolger einen Schirm. Die Kirche unterwegs bezeichnete er mit Blick auf die Aktivitäten als eine „Einrichtung der Freiheit.“

Dr. Heike Radeck von der Bibelgesellschaft Kurhessen-Waldeck, schenkte eine druckfrische Bibelübersetzung und kündigte an, dass auf dem Gelände ein Bibelgarten mit Labyrinth geplant sei. „Schöner geht es nicht“, hob Ernst-Rudolf Müller vom Campingplatz Teichmann „die exklusive Stelle“ der neuen Kirche hervor und übergab eine Laterne mit Kerze. Harald Loth aus Bringhausen schenkte ein Aquarell seiner Frau Brigitte-Meister Loth, von der weitere Bilder in der Kirche am See ausgestellt sind.

„Ich freue mich über so viel Zuspruch und so viel Rückenwind“, zeigte sich Dietrich am Ende der Feier gerührt, die von Peter Klier, Michael Young und Adrian Rugowski musikalisch gestaltet wurde. Für das kulinarische Wohl der zahlreichen Besucher war mit Gegrilltem, Kaffee und Kuchen gesorgt. (Jörg Schüttler)

Helfer sind stets parat – auch bei der Bewirtung von Gästen packten Freiwillige gern mit an.
Ein Licht überreichte Ernst-Rudolf Müller.

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