Rätselraten über den Hintergrund bei besorgten Hundebesitzerinnen

Mengenweise Frischwurst an einem Sachsenhäuser Feldwegrand gefunden

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Wurst wie diese fand sich an einem Sachsenhäuser Feldweg in rauen Mengen. Was bedeutet das?, fragen sich besorgte Hundebesitzerinnen.

Sachsenhausen – Was soll das? Diese Frage stellen sich besorgte Hundebesitzerinnen und -besitzer angesichts zweier sonderbarer Vorfälle.

Mitte Juli lagen an einem Feldweg nahe dem Seniorenheim und dem Neubaugebiet etwa zwei Dutzend Stücke Frischwurst in langer Reihe offen am Rand. Vor wenigen Tagen ein ähnliches Bild, aber mit etwa der Hälfte an Menge.

„Das waren Wurstköder. Was soll das sonst für einen Sinn haben?“, meint eine Hundebesitzerin, die mit ihrem Tier täglich an der beliebten Gassi-Geh-Route unterwegs ist. Mehrere Herrchen und Frauchen vermuten angesichts des Fundes Giftköder. Sie untersuchten die Stücke gründlich, fanden aber zumindest weder Rasierklingen noch Nägel oder ähnliche Fremdkörper, mit denen Hundehasser in anderen Fällen Köder präparierten.

Wenn´s ums Fressen geht, sind die meisten Hunde rasch zur Stelle. Zwei Mal wurden an einem Feldweg größere Mengen Frischwurst gefunden. Hundebesitzerinnen sorgen sich.

Und Gift? Eine Untersuchung der Funde darauf wäre relativ teuer, denn man hat keinen Hinweis auf die Art einer möglicherweise hinzugefügten Substanz. Die Kosten dafür wolle niemand übernehmen, heißt es auf Nachfrage aus dem Kreisveterinäramt in Frankenberg.

Zwei Fragen begründen Zweifel an der Sorge, die Würste könnte vergiftet sein:

1. Würde, wer Hunden schaden will, die Wurst so offen auslegen, dass die Besitzer sie wahrscheinlich vor den Tieren entdecken? Oder würde er die Wurst nicht versteckt platzieren, schlecht sichtbar für Frauchen und Herrchen, aber gut aufzuspüren für feine Hundenasen?

2. Wieso wurden bislang keine Vergiftungserscheinungen von Hunden und Katzen in Sachsenhausen bekannt? Ist es denkbar, dass zwei Mal die Wurst so rasch entdeckt und komplett eingesammelt wurde, dass weder Hund noch Katze davon etwas fraßen? Vorsorglich froren Hundebesitzerinnen Proben der Wurststücke ein für etwaige spätere Untersuchungen.

Das Rätsel hinter dem Geschehen bleibt. Wollte hier jemand in ungewöhnlicher Weise ein Zeichen setzen mit echten Würsten gegen Hundehaufen? Denn eine Hundebesitzerin räumt ein, dass an der beliebten Route „nicht alle die Hinterlassenschaft ihrer Hunde einsammeln und mitnehmen, wie ich es tue.“

Sie hält es für möglich, dass die Wurststücke als Warnung gemeint seien.

Oder deuten die Würste auf wie auch immer geartete seelische Nöte oder eine psychische Erkrankung der Person hin, die sie ablegte? Zur Erinnerung: Vor wenigen Tagen wurden im Wildunger Helenental Bücher verbrannt - und jemand tanzte wie Rumpelstilzchen ums Feuer. -su/höh-

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