Fest des Kultur- und Fährvereins gut besucht

Mit Bier getauft: Neue Fähre auf Jungfernfahrt am Edersee

+
Das zehnjährige Bestehen der Fährverbindung zwischen Scheid und Rehbach wurde mit viel Musik gefeiert. 

Edersee. Mit einem zweitägigen Fest wurde das zehnjährige Bestehen des Fährbetriebs zwischen der Halbinsel Scheid und Rehbach gefeiert.

Höhepunkt war eine Taufe. Die nagelneue Fähre „Hol über 2“ nahm offiziell ihren Betrieb auf. „Fährmann hol über“ sang passend dazu der Edersee-Shanty Chor.

Karl Suck, Inhaber der Ederseefähre und Vorsitzender des Kultur- und Fährvereins, ließ am Samstag auf der Liegewiese der Halbinsel vor zahlreichen Besuchern die Geschichte der Fähre Scheid-Rehbach vom ersten Antrag in 2004 bis zur Gegenwart Revue passieren. „Ich freue mich, dass die Fähre so gut angenommen wurde.“ Besonders würdigte er Wolrad „Leo“ Rosinski als „Urgestein“ der Ederseefähre und Martin Lewinssohn, der im ersten Jahr den Fährdienst fast allein übernommen hatte.

Taufpatin aus Marburg

Bürgermeister Jörg Feldmann bezeichnete die Fähre als „Highlight“ und wünschte „immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel.“ Der Nieder-Werber Ortsvorsteher Marko Drebes hob hervor, dass es ohne Karl Suck keine Ederseefähre gebe: „Du bist ein Supertyp.“ Landtagsabgeordneter Armin Schwarz (CDU) deutete auf ein 100-jähriges Jubiläum in zwei Jahren hin, denn Besiedlung von Scheid und Anfänge des Fährverkehrs reichten bis ins Jahr 1920 zurück.

Der Edertaler Bürgermeister Klaus Gier hob die Bedeutung des Wasserstandes für die Fähre hervor und lobte die Beharrlichkeit Sucks. Claus Günther, Geschäftsführer der Edersee-Touristik, unterstrich die Bedeutung des Fährangebotes für Wanderer und Radfahrer. 

Nationalparkleiter Manfred Bauer lobte die Zusammenarbeit im Rahmen des Nationalpark-Partner-Projektes sowie die gemeinsamen Morgentautouren, die für 2018 schon ausgebucht sind. 

Von der Regnitzfähre aus Pettstadt war Fährmann Berthold Göller gekommen. Er betreibt die älteste Gierfähre Oberfrankenst, deren Geschichte bis in das 14, Jahrhundert zurückreicht. „Es ist super, was ihr hier auf die Beine gestellt hat,“ rief er den Freunden am Edersee zu.

Alphörner und Jagdhörner

Die Jagdhornbläser aus Herzhausen spielten zur Taufe den Festmarsch. Brigitte Busch taufte die Fähre mit Bier aus einem Krug. Die Marburgerin, die seit 46 Jahren an den Edersee kommt, hatte vor zehn Jahren auch die erste Fähre getauft. Mit Taufpatin und Ehrengästen drehte der „Täufling“ eine Runde auf dem See.

 Am Abend heizten die Musiker der Gruppe Goodbeats mit rockigen Klängen unter freiem Himmel ein. Am Sonntag kamen 40 historische Schlepper aus Bergheim, Odershausen, Korbach, Höringhausen, Obernburg und Welleringhausen. Lieder aus den Bergen präsentierten die Alphornbläser aus Willingen.

Stände von Kunsthandwerkern und eine Hüpfburg umrahmten das Programm. Suck zeigte sich rundum zufrieden: „Es war eine Traumveranstaltung bei super Wetter.“

Von Jörg Schüttler

Fotogalerie "Zehn Jahre Ederseefähre Scheid-Rehbach"

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare