Björn I. stellt seiner Nina die Frage aller Fragen

Prinzessin sagt "Ja" zum Heiratsantrag ihres Prinzen vor Waldecks Narren

Hoch die Beine: Mit stürmischem Beifall wurden die Waldecker Garden belohnt, die das mehrstündige Programm im Bürgerhaus mit flotten Tänzen umrahmten. Fotos: Tina Fischer

Waldeck. Auch nach 61 Jahren Karnevalserfahrung, kann eine Sitzung noch echte Überraschungen liefern.

Das Programm im voll besetzten Bürgerhaus begann mit dem Einmarsch der neuen Prinzenpaare, der Garden, des Elferrats, und der Verabschiedung des scheidenden Prinzenpaares Joachim I. und Nadja I. durch den Präsidenten der Karnevalsgesellschaft MGV- TSV Waldeck Stefan Schaller. Er stellte Fin I. und Amely I. als neues Kinderprinzenpaar vor und dankte den scheidenden Hoheiten für ihren Einsatz.

Das Prinzenpaar überreichte die Zeichen der Regentschaft an die Amtsträger der Kampagne 2018. Prinz Björn I. und Prinzessin Nina I. stellten sich mit viel Spaß dem Narrenvolk vor. Das wurde dann auch Zeuge einer Überraschung, die den Auftritt zum emotionalen Höhepunkt in der Geschichte des Waldecker Karnevals werden ließ. Prinz Björn kniete auf der Bühne vor seiner Nina und machte ihr einen Heiratsantrag, den sie unter Jubel des Publikums und zu Tränen gerührt mit einem „Ja“ annahm.

Erich in Berich

Bürgermeister Jörg Feldmann händigte den Rathausschlüssel aus. „Bei einem künftigen Ehepaar ist der in guten Händen“ freute er sich und übergab die „Schlüssel des Herzens“ in seinem elften Jahr besonders gern. „Waldeck Helau“ war das Resultat eines Vortrags ohne gesprochene Worte, der mit viel Lesestoff und logistischer Finesse für Stimmung im Saal sorgte. Die kam auch immer auf, wenn die drei Tanzgarden mit Marsch oder Showtanzeinlagen über die Bühne wirbelten.

Akteure aller Altersklassen zeigten, wie lebendig und hochkarätig der Waldecker Karneval ist. Das bewies auch der Auftritt der Tanzmariechen Nele Köhler und Dörte Schwalenstöcker, den das Publikum stürmisch bejubelte. Der Außenminister des Karnevalsvereins stand als Diplomat in der Bütt und wetterte über Schulschließung, Hähnchenkrieg und leeren See.

Das griff auch Kai Uwe Neuschäfer auf. Der „Bürgermeisterkandidat“ von 2017 hatte eine Lösung für sich und die Hühner gefunden. „Mächtig wie einst Honeckers Erich, ich werd Alleinherrscher von Berich“ rief er im Taucheranzug in die Menge, und versprach, die mit Sauerstoff und Abgasschlauch ausgerüsteten Hähnchen mit in die Tiefe zu nehmen. Dort gäbe es keine Geruchsbelästigung mehr: „Die Henne furzt, es schmeckt kurz schal, schon ist die Gülle im Edertal“.

Projekt Schnapsidee

Suse Dietrich trat als Gleichstellungsbeauftragt in die Bütt und philosophierte über Männerhygiene und Feinripp. „Ähnlichkeiten mit anwesenden Personen sind nicht gewollt aber auch nicht zufällig“ hieß es beim Vortrag von Michael Jäckel und Josch Heck, als Bürgermeister und Praktikant. Das Projekt Schnapsidee gewährte einen Blick in den örtlichen Supermarkt, und die zarten Tauben entführten auf eine musikalische Zeitreise von Elvis bis in die Gegenwart. Das vierstündige Programm endete mit dem großen Schlussbild, bevor das Prinzenpaar zu den Klängen der California Dance Band die Tanzfläche für eine lange Feiernacht freigab. (tin)

Erste Waldecker Jeckensitzung 2017/18 bringt Spaß und Knalleffekt

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